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	<title>Zukunftspioniere &#187; Alternative Nobelpreisträger</title>
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	<description>Zusammenhänge verstehen . Verbindung schaffen . Sinn stiften</description>
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		<title>David Suzuki: Alternativer Nobelpreis</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 17:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Bebiolka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternative Nobelpreisträger]]></category>

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Unsere Heimat ist die Biosphäre
David Suzuki erhält den Alternativen Nobelpreis
Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt in ihrer Geschichte. Sehr schnell &#8211; in weniger als 200 Jahren &#8211; ist die Bevölkerung von einer auf 6,8 Milliarden explodiert, die komplette moderne Technologie wurde geschaffen, der Konsum von nicht wirklich nötigen Gütern ist eine treibende Kraft in [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-327" title="David Suzuki" src="http://www.zukunftspioniere.com/wp-content/2009/12/David_Suzuki_150x200.jpg" alt="David Suzuki" width="150" height="200" /></dt>
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<p>Unsere Heimat ist die Biosphäre</p>
<p>David Suzuki erhält den <strong>Alternativen Nobelpreis</strong></p>
<p>Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt in ihrer Geschichte. Sehr schnell &#8211; in weniger als 200 Jahren &#8211; ist die Bevölkerung von einer auf 6,8 Milliarden explodiert, die komplette moderne Technologie wurde geschaffen, der Konsum von nicht wirklich nötigen Gütern ist eine treibende Kraft in unserem Leben geworden, und eine globale Ökonomie versorgt uns. Diese Faktoren – Bevölkerung, Technologie, Konsum und Ökonomie – haben den ökologischen Fußabdruck unserer Spezies, der die Menge an verbrauchten natürlichen Ressourcen wie Luft, Wasser und Land misst, massiv vergrößert.<span id="more-351"></span></p>
<p>Wir ziehen Grenzen um Besitz, Städte, Staaten und Nationen, die wir bis auf den Tod verteidigen. Aber Luft, Wasser, sogar die obere Bodenschicht, Zugvögel, Säugetiere und Fische oder vom Wind getragene Samen beachten diese von Menschen gesetzten Grenzen nicht.</p>
<p>Die meiste Zeit unserer menschlichen Existenz waren wir lokal gebundene, in Stämmen organisierte Tiere, doch jetzt sind wir eine neue Art geologischer Kraft geworden. Von einem Flugzeug aus, das zehn Kilometer über der Erde fliegt, oder für einen Satelliten zeigt sich unsere Anwesenheit durch riesige Seen hinter Staudämmen, durch kahlgeschlagene Waldflächen, die geometrischen Formen von Bauernhöfen und Autobahnen, den braunen Dunst über Städten, die nachts vor künstlicher Energie lichterloh brennen. Es ist noch nicht lange her, als Stürme, Dürren, Wirbelwinde, Überflutungen, Waldbrände und Erdbeben als „Strafen Gottes“ oder „Naturkatastrophen“ galten, doch das ist vorbei: Wir haben uns im Schaffen solcher Ereignisse Gott gleich gemacht.</p>
<p>Unsere Welt ist bestimmt von unveränderlichen Gesetzen der Physik wie Schwerkraft, Entropie, Lichtgeschwindigkeit und dem ersten und zweiten Gesetz der Thermodynamik. Unsere grundlegende Biologie diktiert uns, dass wir saubere Luft brauchen, sauberes Wasser, sauberen Boden, Energie aus Photosynthese und Biodiversität. Das sind Realitäten, die wir nicht ändern können. Andere Erscheinungen unserer Welt – politische Grenzen, Kapitalismus, freies Unternehmertum, Ökonomie, Währungen, Märkte – sind keine Kräfte der Natur, sondern von uns geschaffen. Es ist der reine Irrwitz, menschengemachte Systeme höher zu werten als die Biosphäre und unserer Abhängigkeit von ihr.</p>
<p>Dennoch benutzt der kanadische Premierminister, genau wie die letzten Präsidenten der USA und Australiens, die Wirtschaft als Entschuldigung dafür, wenig oder gar nichts zu tun, um die Treibhausgas-Emissionen zu drosseln. „Ökonomie“ hat denselben Wortstamm wie „Ökologie“: oikos ist das griechische Wort für Haushalt oder Bereich. Ökologie ist die Erforschung des Haushalts, während Ökonomie ihn steuert. Ökologen versuchen, die Bedingungen und Prinzipien zu bestimmen, die das Überleben und Gedeihen von Lebensformen ermöglichen. Jede größere Entwicklung, jedes neue Programm sollte von diesen ökologischen Bedingungen und Prinzipien geleitet sein – lasst uns also das Öko- zurück in die Ökonomie bringen!</p>
<p>Heute, wo wir mit vielfältigen ökologischen Krisen ringen – Klimawandel, Abholzung der Wälder, die Ausbreitung von Wüsten, Plünderung und Übersäuerung der Weltmeere,  Ausrottung zahlloser Arten, Umweltverschmutzung etc. –, übertrumpft die Ökonomie stets alle ernstzunehmenden Aktivitäten zur Vermeidung der Katastrophe. Wir hören von der dreifachen Bedeutung von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft, als seien sie sich überschneidende Ringe gleicher Größe und Wichtigkeit. Das ist natürlich barer Unsinn und verzerrt unsere Fähigkeit, das Problem zu sehen. Die Wahrheit ist: Die Biosphäre ist alles; ein großer Kreis, der einen viel kleineren Kreis als Symbol für die menschliche Gesellschaft enthält, und innerhalb dieses Kreises ist ein noch kleinerer Kreis: die Wirtschaft. Keiner der inneren Kreise kann aus dem Kreis, der ihn umfasst, herauswachsen.</p>
<p>Weil wir permanent in Sorge darum sind, die Wirtschaft aufrecht zu erhalten, gelingt es uns nicht zu erkennen, dass sie fundamental fehlerhaft ist, unvermeidlich zerstörerisch wirkt und einer gründlichen Überprüfung bedarf. Die Natur bietet zum Beispiel zahlreiche „Dienste“ an, die den Planeten für Tiere wie uns bewohnbar halten. Das umfasst Photosynthese, die Herausfiltern von Kohlendioxid aus der Luft, die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie und das Freisetzen von Sauerstoff – kein schlechter Service für uns, die wir Sauerstoff und chemische Energie brauchen, um sie in unserem Organismus zu speichern. Doch die konventionelle Ökonomie lehnt genau diese Leistung als „externen Effekt“ ab, genauso wie den Schutz vor Erosion, den Stickstoffkreislauf, die Herstellung von Oberboden, das Filtern von Wasser durch hydrologische Kreisläufe, das Verwesen toter Pflanzen und Tiere und so weiter. Diese „natürlichen“ oder „ökologischen Dienste“ werden von konventionellen Ökonomen ignoriert. Viele dieser Leistungen, wie Befruchtung, könnten niemals von menschengemachter Technologie vollbracht werden. Die Fähigkeiten allerdings, die wir nachahmen könnten &#8211; wie das Filtern von Wasser -, würden im Nachbau sehr viel teurer sein, als einfach die entsprechende Fähigkeit der Natur selbst zu schützen.</p>
<p>Unsere Welt ist die Biosphäre, diese Zone aus Luft, Wasser und Land, in der alles Leben existiert. Der späte Carl Sagan sagte, wenn wir uns die Erde auf die Größe eines Basketballs reduziert vorstellen würden, wäre die Biosphäre dünner als eine Lackschicht darauf. Das ist der Bereich, wo alles Leben existiert, und er ist unveränderlich und endlich. Nichts innerhalb dieser Schicht kann endlos wachsen. Trotzdem glauben Ökonomen, dass die Wirtschaft unbegrenzt wachsen kann (was sie nicht kann) und dass sie weiter wachsen <strong>muss</strong>. Wachstum ist sogar das eigentliche Barometer für Erfolg geworden. Fragen Sie eine Führungskraft oder einen Politiker, wie gut es ihnen geht, und sie werden unvermeidlich über Wachstum oder Schrumpfung von Marktanteilen, Profiten oder des Bruttoinlandsprodukts reden.</p>
<p>Doch Wachstum ist definitiv kein Zweck oder Ziel; es ist einfach die Beschreibung des Zustands eines Systems. Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Instrument, das den Zustand der Wirtschaft anzeigen soll, und seit Wachstum unser Ziel ist, wird alles dazu genommen, was zum Austausch von Geld gegen Güter und Dienstleistungen beiträgt. So haben die Kosten für die Bewältigung der Folgen von Hurrikan Katrina Milliarden zum US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt beigetragen! Jedesmal, wenn jemand bei einem Autounfall, einem Feuer oder einem Tornado umkommt, steigt das Bruttoinlandsprodukt – immerhin müssen wir für die Polizei, die Unfallambulanz, die Krankenhäuser, Ärzte, Rechtsanwälte, Bestatter, Särge und Blumen bezahlen… Sie verstehen, was ich meine. Ist das nicht eine verrückte Art und Weise, Fortschritt zu messen? Besessen vom Wachstum vergessen wir, die wichtigen Fragen zu stellen, wie „Wozu ist eine Ökonomie gut?“,  „Sind wir mit all diesem Kram glücklicher oder besser dran?“ und „Wie viel ist genug?“</p>
<p>Die Menschheit ist eine Spezies im Kindesalter, eine der jüngsten Formen, die das Leben auf der Erde hervorgebracht hat. Wir sind erstaunlich erfolgreich gewesen – gemessen an unserer Anzahl, an Reichtum und Wohlstand. Aber wie ein frühreifer Jugendlicher sind wir vorgeprescht, um unsere geschickten Werkzeuge zur Unterwerfung der Natur zu benutzen – ohne darüber nachzudenken, wie wenig wir über das Funktionieren der Welt wissen. Wir nähren die Illusion, dass wir die Kontrolle behalten, indem wir die Natur in die Unterwerfung schmarotzen, und unsere Ignoranz hütet uns davor, die Konsequenzen und wirklichen Kosten dieses Verhaltens in vollem Umfang vorauszusehen. Und jetzt sagen uns Wissenschaftler, dass wir dabei sind, die grundlegenden lebenserhaltenden Systeme der Biosphäre zu untergraben. Wir wissen zu wenig, um mit irgendeiner wilden Art oder einem Ökosystem zurechtzukommen. Das einzige, womit wir zurechtkommen, sind wir selbst. Jetzt müssen wir zum ersten Mal unsere Einzelinteressen überwinden, als eine Gesamt-Spezies zusammenkommen und daran arbeiten, unseren Angriff auf die Biosphäre rückgängig zu machen. Wir können nur hoffen, dass die Natur noch immer Überraschungen bereit hält und eine Großzügigkeit walten lässt, die wir nicht verdient haben.</p>
<p><em>(Übersetzung: Kathleen Battke, battke@zukunftspioniere.com)</em></p>
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		<title>Alyn Ware: Alternativer Nobelpreis</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 17:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Bebiolka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternative Nobelpreisträger]]></category>

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Vom Kindergärtner zum globalen Kämpfer gegen Atomwaffen

Alternativer Nobelpreis für den neuseeländischen Friedensaktivisten Alyn Ware
Was würden Sie sagen, wenn Sie im Fernsehen plötzlich den Kindergärtner Ihres Kleinen neben dem Generalsekretär der Vereinten Nationen sehen würden? Und hören, wie sie sich gemeinsam gegen Atomwaffen aussprechen?
Manchen Eltern aus Neuseeland dürfte es in diesen Tagen genau so gehen. Am [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-324" title="Alyn Ware" src="http://www.zukunftspioniere.com/wp-content/2009/12/Alyn_Ware_150x200.jpg" alt="Alyn Ware" width="150" height="200" /></dt>
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<p><strong>Vom Kindergärtner zum globalen Kämpfer gegen Atomwaffen<br />
</strong><br />
<strong>Alternativer Nobelpreis</strong> für den neuseeländischen Friedensaktivisten Alyn Ware</p>
<p>Was würden Sie sagen, wenn Sie im Fernsehen plötzlich den Kindergärtner Ihres Kleinen neben dem Generalsekretär der Vereinten Nationen sehen würden? Und hören, wie sie sich gemeinsam gegen Atomwaffen aussprechen?<br />
Manchen Eltern aus Neuseeland dürfte es in diesen Tagen genau so gehen. Am 4. Dezember bekommt der Pädagoge und Friedensaktivist Alyn Ware den ‚Alternativen Nobelpreis’ zugesprochen. Ein schönes Beispiel dafür, wie die Arbeit an den Graswurzeln der Gesellschaft irgendwann ganz oben Wirkung zeigen kann.<span id="more-330"></span></p>
<p>Wenn man den großen, schlaksigen Mann sieht, kann man sich immer noch vorstellen, wie er – auf jedem Arm einen Dreijährigen – den Kindern auf dem Spielplatz kooperative Spiele zeigt, bei denen niemand verliert und alle gewinnen. Zwar betreut der Pädagoge mittlerweile eine ganz andere Klientel, doch die Themen sind eigentlich die gleichen geblieben: „Frieden besteht in der Fähigkeit, unsere Konflikt friedlich so zu lösen, dass jeder bei der Lösung gewinnt“, sagt Alyn Ware und erklärt weiter: „Das heißt, dass man sich weder aufgibt, unterwirft oder einer anderen Person Macht über sich gibt, noch, dass man seine Bedürfnisse über alles stellt und damit jemand anderem seine Bedürfnisse verwehrt. Stattdessen versucht man Lösungen für Probleme zu finden, mit denen beide Parteien glücklich sind.“ Was der Friedenspädagoge in seinen Jahren als Kindergärtner gelernt hat, ist für ihn allzu oft auch in den hohen Sphären der Politik relevant. „Vielleicht streiten sich zwei Kinder um ein Spielzeug. Dann kann man es nicht einfach nur einem überlassen, das wäre unfair. Man muss nach Wegen suchen, damit beide etwas davon haben, vielleicht sogar miteinander. Dann entsteht das, was wir ein Win-Win-Situation nennen.“</p>
<p>Alyn Ware hat vor über 25 Jahren – also mitten in der heißen Zeit des Kalten Krieges – damit begonnen, bei den ganz Kleinen zu lernen, wie eine friedliche Gesellschaft aussehen kann. Dann trug er diese Erfahrung in die Schulen seines Landes, wo die Friedensarbeit einen festen Platz im Lehrplan bekam. Parallel beteiligte sich der Aktivist am Aufbau von ‚Atomwaffenfreien Zonen’: Was zum Teil selbstironisch damit begann, die eigenen vier Wände für ‚atomwaffenfrei’ zu erklären, fand soviel Rückhalt, dass die Kampagne bald ganz Neuseeland ergriff. Aus den atomwaffenfreien Häusern wurden atomwaffenfreie Straßen, Dörfer, Städte, Landkreise, Regionen, bis schließlich Premierminister David Lange selbst das ganze Land zu einer Friedenszone erklärte und fortan Atom-U-Booten oder nuklearbetrieben Flugzeugträgern die Einfahrt in neuseeländische Häfen verweigerte. Ein Modell, das sich bald schon als kraftvolle Bewegung der Zivilgesellschaft in allen ozeanischen Staaten im Pazifik ausbreitete.</p>
<p>Und immer wieder, bei seinen noch so unterschiedlichen Aktivitäten, stellte Alyn Ware zur eigenen Verwunderung fest, dass die Regeln aus Kindergarten und Schule fast eins zu eins auch für die Spielplätze der großen Politik gelten: „Da ist es genau das gleiche. Wenn wir mit einem anderen Land im Streit liegen, können wir nicht dessen berechtigte Bedürfnisse ignorieren“, erklärt er: „Im Kindergarten hätte ich den Kleinen nie erlaubt, Gewalt gegeneinander einzusetzen – das ist illegitim. Im großen Maßstab ist das nicht anders: Wir dürfen Menschenrechtsverletzungen und Gewalt nicht zulassen. Stattdessen muss man schauen, was die Länder – zur Zeit gerade Iran und Amerika – eigentlich für Bedürfnisse haben.”</p>
<p>Heute arbeitet der Friedensaktivist eng mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zusammen. Er überzeugt Regierungen in aller Welt, sich mit in die Riege der Atomwaffengegner einzureihen; drängt Rüstungsfirmen, aus dem Geschäft mit Massenvernichtungswaffen auszusteigen und zeigt Abgeordneten in aller Welt, wie sie in ihren Parlamenten ‚erwachsene’ Friedenspolitik einbringen können. Auch hier greift er auf erprobte Werkzeuge zurück: “Wir diskutieren viel miteinander, wir lernen zuhören und die Meinungen anderer zu respektieren. Es geht darum, Dialoge zu führen, statt überzeugen zu wollen. Natürlich muss man auch Wissen vermitteln, aber eigentlich geht es um gleichberechtigte Kommunikation und das Erforschen gemeinsamer Lösungen. Und natürlich um das Erlernen so hilfreicher Werkzeuge wie der Mediation, die immer dem Frieden dient.”</p>
<p>Für alle diese Aktivitäten wird der Neuseeländer nun mit dem ‚Alternativen Nobelpreis’ geehrt, der wohl begehrtesten Auszeichnung für vorbildliche Projekte und Aktivitäten der globalen Zivilgesellschaft.</p>
<p>Manchmal kehrt der viel beschäftigte und rund um die Welt reisende Friedensaktivist Alyn Ware auch dahin zurück, wo alles angefangen hat: in die Kindergärten und Schulen. Kurz nach der Preisverleihung in Stockholm  wird er am 8. Dezember in der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel erwartet, um die Gratulation von Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Bundesstadt, entgegen zu nehmen und zwei Schulklassen sein Verständnis von Friedenspädagogik zu demonstrieren.</p>
<p>Diese Veranstaltung dürfte einen ersten Eindruck davon geben, was in gut zehn Monaten in Bonn und Umgebung passieren wird: Zum 30. Jubiläum des ‚Alternativen Nobelpreises’ werden nicht weniger als 100 Preisträger und Preisträgerinnen zu einer Konferenz in Bonn erwartet, die sich vom 14. bis 19. September 2010 wohl mit Fug und Recht die Metropole alternativer Zukunftsentwürfe nennen darf.</p>
<p>Der Auftritt vor Schülern und Schülerinnen in Bonn und auch Alyn Ware’s Besuch der GLS-Bank in Bochum am 7. Januar wird den Krieg nicht abschaffen. Und doch sind seine Aktivitäten in Deutschland ein weiterer Schritt zur Vernetzung der Gutwilligen, für die sich Alyn Ware seit rund 20 Jahren einsetzt. Er ist sich sicher, dass der Traum von einer Welt ohne Atomwaffen wahr werden kann: “Die Menschen begreifen immer mehr, dass wir in einer eng vernetzten Welt leben, in der es keinen Sinn macht, sich bis an die Zähne zu bewaffnen, weil es einen nur isoliert. Atomwaffen haben sich überholt. Wer an Ihnen festhält, klammert sich an Dinosaurier. Sie haben in der modernen Welt  nichts mehr zu suchen.“</p>
<p>Geseko v. Lüpke („Zukunftspioniere“)</p>
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