heute wach werden für morgen

Trümmerkindheit: Ressourcen für Resilienz und Zukunftsfreude

In dem bemerkenswerten und mit Sicherheit sehr gründlich recherchierten Buch des polnischen Historikers Jan M. Piskorski Die Verjagten – Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts steht auf Seite 22 ein schwergewichtiger Satz: „Alle, die dank des historischen Zufalls sicher in warmen Häusern wohnen, die Hunger, Angst um die Nächsten und ständige Flucht nicht kennen, sollten sich vergegenwärtigen, dass wir alle potentielle Flüchtlinge sind. Flüchtlinge darf man niemals an den Ort zurückschicken, den sie verlassen haben. Dieser fundamentale Grundsatz der Menschlichkeit wird in Europa immer noch nicht genügend berücksichtigt.“ Das sitzt – und während Boat People gerade vor Lampedusa …

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Zukunftskompetenzen. Heute: Trunken und verrückt

O soul! It`s time to get drunk! O wisdom! Be a fool! Rumi   (time for the lovers) „Sie müssen das ganz nüchtern sehen.“ – „Da müssen wir vernünftig/analytisch drangehen.“ – „Das erfordert der Ernst der Lage!“ … kommen wir so noch weiter? Menschen wie Rumi haben sich schon vor Jahrhunderten entschieden: Wer seine Ausrichtung kennt, wer weiß, was wesentlich ist, wer in eine unberechenbare Zukunft will, der muss die Kontrolle aufgeben können, muss sich anfüllen mit Nicht-Wissen, kann um die Ecke denken und über sich selbst lachen. Dann passiert überraschend Neues. „Nüchtern und vernünftig“ ist Widerkäuen, Sichern und Halten (was …

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Auschwitz-Retreat: Zeugnis ablegen vom Wandel

Adieu bis November – ich verabschiede mich in einen speziellen Rückzug: ins internationale, kombi-generationale und transreligiöse Retreat in Auschwitz-Birkenau. Meine intensive Beschäftigung mit dem Schicksal deutscher Kriegskinder in den letzten Jahren in Versöhnungsseminaren und biografischen Schreibwerkstätten (die Erfahrungen daraus habe ich in einem Buch ausgewertet, das demnächst erscheinen wird) hat mich an diesen Punkt geführt. Ich will in Auschwitz, dem ultimativen Ort der Opfer und der Täter, Zeugnis ablegen von den Kindern des „Täter-Volkes“, die durchweg Opfer waren, aber ihren Platz zum Erinnern und Trauern und Versöhnen nie fanden – bis heute, ganz langsam, und für viele längst zu spät. …

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Die taz ändert was. Wir auch

Die Zeit drängt: Umsteigen braucht es JETZT, bevor wir – ökologisch, ökonomisch, sozial – im alten Karren vor die Wand fahren. Das sagte sich Ende 2010 auch wieder mal die taz, Deutschlands mittlerweile traditionsreiche linke Tageszeitung, und brachte binnen 3 Monaten 50 kluge Köpfe bzw. flinke Hände in einem Kompendium der guten Ideen zusammen. Letzte Woche feierten wir in Berlin die Veröffentlichung: „50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Gesellschaft zu verändern“, verfertigt vom Westend-Verlag, ist ein 200-Seiten-Buch mit Gebrauchswert, ein ermutigendes Panorama leicht umsetzbarer, aber deshalb nicht minder subversiv-tiefgreifender Ideen vom Abwasserlosen Haus bis zum Wohnprojekt, vom …

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Zukunft entsteht aus Krise. Soirèe mit Geseko von Lüpke

Geseko von Lüpke befragte in seinem neusten Buch „Zukunft entsteht aus Krise„ prominente Vor- und Querdenker wie Joseph Stiglitz, Vandana Shiva, Wolfgang Sachs, Joanna Macy, Bernard Lietaer, Hans Peter Dürr und Ibrahim Abouleish. Dabei werden nicht nur deren hochaktuelle Analysen und Zukunftsszenarien vorgestellt, sondern er zeigt insbesondere Perspektiven für zukunftsweisende Wirtschaftsformen auf. In Frankfurt können Sie morgen, am 08. Oktober mit die ersten sein, die an einer Autoren-Lesung mit anschließender Diskussion teilnehmen können. Veranstalter ist das Akademische Zentrum Rabanus Maurus, 60311 Fankfurt am Main, Domplatz 3. Kontakt: Dr. Georg Horntrich, Studienleiter für Wirtschaft und Finanzen, Tel: 069 – 800 8718-412 …

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