In diesen Tagen – so kurz vor der Bundestagswahl – wird aus allen Richtungen und Lagern verstärkt über ein großes Projekt geschrieben – und hoffentlich vorher tief durchgedacht: EUROPA.

Für mich ist eigentlich klar, dass dieses Europa nur gelingen kann, indem das beste menschliche Potential, was europäisch, besser noch international an geistiger Reife, Tiefe und Klarheit zu haben wäre, zuerst an den großen runden Tisch oder in den Kreis gehört – dann die üblichen Funktionsträger unter dem Commitment deutlicher Regeln. ( Ich freue mich über jeden und jede, wo dies zusammentrifft!) Von zufallsgenerierten Bürger-Räten ist bereits die Rede und damit wird experimentiert.-

Dazu einen kleinen Textausschnitt von Norman Fischer, ein amerikanischer ZEN Praktizierer, aus seinem Büchlein: Unseren Platz einnehmen, den ich im Coaching gerne verwende:

“…Indem wir Schwierigkeiten leugnen, lernen wir nie, das Schwierigkeiten kreativ sein und Früchte tragen können. Diese nationale Gewohnheit, Schwierigkeiten zu leugnen, bringt kein Klima hervor, in dem REIFE zunehmen kann. Sie ermutigt uns alle, unser ganzes Leben lang unreif zu bleiben, uns selbst zu betrügen, oberflächlich zu sein und auf der glatten Seifenblase des Traumes dahinzugleiten, die gerade deshalb so leicht zu zerstören ist, weil sie die realistische Akzeptanz der oft drastischen Tatsachen des Lebens außer Acht läßt. Es ist kein Wunder, dass es in unserer Kultur so viel Leiden gibt trotz unseres Reichtums und unserer Macht. So viele von uns scheinen sich nicht dem Leben stellen zu können, wie es wirklich ist. Und deshalb finden wir es schwer, erwachsen zu werden…”

Ich meine das nicht als pädagogischen Zeigefinger. Wer Erfahrung mit ZEN hat weiß, dass Worte – wenn sie die eigene Wahrheit berühren – sehr schmerzhaft sein können. Aber es lohnt sich – jeder an seinem Platz – darüber nachzudenken…und aus diesem Geist, aus dieser Einsicht zu handeln: Social Action.

Zukunftsgewandte Resilienz – dass ist das, was Europa dringend braucht. ( Den EU-Aktionsplan für Resilienz in krisenanfälligen Ländern 2013-2020 haben wir zur Kenntnis genommen. ) Aber ohne eine Haltung von Achtsamkeit in allen Dingen, ohne tiefempfundenes Mitgefühl mit Anderen, ohne Selbstliebe, ohne all`die Tugenden, Werte und Skills, die in unseren Ausbildungen bis jetzt kaum bis keine Rolle spielten, wird das nix! Notwendige Strukturveränderungen zu leugnen, dafür den Einzelnen in die All-Verantwortung des Restrisikos hochzuloben, nur um Euros zu sparen – ist eine herzlose Politik. Und bevor die Menschen wirklich verstanden haben, was die Potentiale von Resilienz-Arbeit sind, ist der Begriff schon wieder mißbraucht. ( Medico International sei Dank für diesen Hinweis.)

Was sagen die Weisen der Welt: denke bei all`deinen kleinen alltäglichen Entscheidungen ab sofort an die globalen Auswirkungen. Das Leben wird anstrengender, ganz sicher – aber darin liegt die verborgene Entscheidungs-Macht der Konsumenten. Machen wir sie sichtbar. Nein sagen, verzichten, brauche ich nicht oder sharing…der neue Luxus.

Eine schöne Woche.