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GötterdämmerungTransformation ist eine gigantische Zukunftsaufgabe – es geht um die Prozess-Gestaltung von (existentiell sehr notwendigen) gesellschaftlichen Veränderungen auf der Basis längst dramatisch bekannter Welt-Daten ( Co2 Emmissionen, Ressourcenverbrauch, Kaufkraft, Transportprobleme, Umweltkosten, schnelllebige Produktzyklen, Komsumrausch, Fettleibigkeit, Stress, Burn-out, etc. etc.) mit / durch interdisziplinäre Ansätze. Das neue Wort Transformationsdesign kann auch als Design Thinking in der Praxis verstanden werden. – Was sind die konkreten Notwendigkeiten, wenn wir uns Fragen zu wenden, die die Klarheit der nächsten Schritte beim Transformationsdesign aufzeigen sollen? Wer entscheidet was, wie und warum? Die Politik? Die Unternehmen? Die Bürger? – Wer ist überhaupt im Entscheidungs-Raum…und wo ist der? Wie manifestiert der sich? Reden wir über den virtuellen Raum oder den international/regionalen? ( Kann ja eigentlich jeder selbst entscheiden, der sagen kann, wie sich sein System definiert und zusammensetzt.- So einfach ist es natürlich nicht!) Aber Wachstums-Ökonomie Gerede sollte – gerade vor dem Hintergrund weltweiter Zahlen – ja eigentlich mega out sein. Viele sind weltweit längst unterwegs auf der Suche nach intelligenteren Steuerungssystemen. ( siehe Bhutan )

Wir Zukunftspioniere haben tagtäglich zu tun mit Sharing-Kulturen auf vielen Ebenen: Auto (Carsharing), Wohnen (Genossenschaft +Mehrgenerationen), Geld (GLS + Regio-Geld), Garten (Gemeinschaftgärtnern bis Urban Gardening), Konflikte (Mediation, Counselling), Resilienzforschung, alternative Heilmethoden, Entrepreneurship, Achtsamkeitspraxis, Geld + Ethik (Gemeinwohlökonomie), eine gundsätzliche Kultur des weniger-ist-mehr leben, Transition Town Initiativen weltweit, Home office, über Commons nachdenken, Postwachstumsökomonie erforschen, Bruttonationalglück anstreben – auch wenn dies noch ein paar Generationen dauert. Deswegen ist es trotzdem notwendig und richtig. Das NEUE, BESSERE ist längst  bei der Arbeit zu beobachten und Partizipation ist konsequent erwünscht.

Also…Transformationsdesign beschäftigt sich mit den Fragen, die all dies für möglichst viele Menschen wirksam umsetzbar machen soll. Oder ?

Was ist also Ihr nächster Schritt in diese Richtung? Mit unserem Labor können wir Sie einen Quantensprung weiterbringen.

Das Denken war begrenztWir zitieren hier in unserem Blog in tiefer Solidarität mit allen Menschen der Welt, die für dieses Ziel arbeiten, die

CHARTA  DER  ANTEILNAHME

“Im Kern aller religiösen, ethischen und spirituellen Traditionen befindet sich das Prinzip der Anteilnahme aus Nächstenliebe. Es fordert uns auf, andere so zu behandeln, wie wir uns das für uns selbst wünschen. Es ist die Barmherzigkeit, die uns unermüdlich dazu auffordert, das Leiden unserer Mitmenschen zu erleichtern und statt uns selbst unsere Mitmenschen zum Mittelpunkt unserer Welt zu machen. Sie fordert uns dazu auf, die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen zu ehren und, ohne Ausnahme, jeden mit absoluter Gerechtigkeit, Gleichheit und Respekt zu behandeln.

Zudem ist es absolut zu unterlassen, anderen im öffentlichen wie privaten Leben Leid zuzufügen. Es verleugnet unsere gemeinsame Menschlichkeit, aus Bosheit, Chauvinismus oder Selbstinteresse gewalttätig zu handeln oder zu sprechen, andere auszunutzen oder deren Grundrechte zu verweigern und Hass durch Erniedrigung anderer hervorzurufen. Wir erkennen an, dass wir nicht in der Lage waren, barmherzig zu leben, und dass manche unter uns im Namen von Religion die Summe des menschlichen Elends vergrößert haben.

Wir rufen daher alle Männer und Frauen auf:

  • die Anteilnahme/Compassion wieder in den Mittelpunkt von Moral und Religion zu stellen;
  • zum alten Prinzip zurückzukehren, dass jede Auslegung der Schriften, die Gewalt, Hass und Missachtung lehrt, nichtig ist;
  • dafür zu sorgen, dass unsere Jugend sorgfältig und respektvoll über andere Traditionen, Religionen und Kulturen informiert wird;
  • eine positive Einstellung zu kulturellen und religiösen Unterschieden zu fördern;
  • ein informiertes Mitgefühl mit dem Leiden aller Menschen zu pflegen, auch mit denen, die als Feinde gelten.

Wir müssen die barmherzige Nächstenliebe dringend zur klaren, leuchtenden und dynamischen Kraft in unserer polarisierenden Welt machen. Verwurzelt in dem festen Willen, Selbstsucht zu überwinden, kann die Barmherzigkeit politische, dogmatische, ideologische und religiöse Mauern einreißen. Geboren aus unserer gegenseitigen Abhängigkeit voneinander ist die Barmherzigkeit wichtig für alle menschlichen Beziehungen und eine erfüllte Menschheit.Sie ist der Pfad zur Erleuchtung und unverzichtbar für eine gerechte Wirtschaft und friedvolle Weltgemeinschaft.”

Diese Charta wurde im November 2009 überall auf der Welt in Umlauf gebracht – in Synagogen, Tempeln, Moscheen und Kirchen, genauso in säkularen Institutionen. Der Prozess läuft unaufhaltsam, sie in konkretes praktisches Handeln zu übersetzen.

Wir haben sehr konkrete Angebote dazu.

Und hier ein internationales Beispiel, wie es von anderen gelebt wird: Jamie Oliver, englischer Starkoch Teach every Child about foot.

Selbstverständlich sollte auch sein: teach every child about compassion.

Welchen wähle ich aus?In einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt wird seit 1,5 Jahren die Frage bearbeitet: sollen wir wachsen, unsere Genossenschaft vergrößern, da sie sehr viele Anfragen erhalten, obwohl kein freistehender Wohnraum mehr vorhanden ist? Ausserdem ist klar, dass viele Mitbewohner und Mitbewohnerinnen älter werden und der Pflegebedarf  zunehmen wird. Warum also nicht ein neues Haus bauen mit integrierter Pflege-Wohngemeinschaft. Ein radikal neues Konzept im Quartiers-Management – besonders, da der Treiber dieser Innovation ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt ist mit entsprechender Erfahrung und vielfältigsten Kompetenzen. Die Politik beginnt bereits aufzuwachen und sich dafür zu interessieren.

Vorgeschichte: die Zustimmung für diese Initiative war natürlich in den Gremien der Genossenschaft verankert, es wurden viele Workshops veranstaltet, zu denen auch bereits die Neu-InteressentenInnen eingeladen wurden, um ihre Sichtweisen und Wünsche direkt einzubringen. Experten-Anhörungen zu Genossenschaftsrecht und Pflege-Management wurden organisiert und das Wissen und die Erkenntnisse daraus in einen Fragebogen FAQ eingearbeitet, der den momentanen Kenntnisstand zu dieser Initiative allen Genossinnen und Genossen zur Verfügung stellt – denn diese Informationen werden die Entscheidungsgrundlage für den noch ausstehenden Konsensierungs-Abend darstellen, an dem zwischen 30 bis 50 Menschen sich über ihre Widerstandswerte ( geht beim systemischen Konsensieren zwischen 0 – 10 / 0 bedeutet: ich habe absolut nicht dagegen vorzubringen, 10 bedeutet: völlig ausgeschlossen und so in dieser Form für mich untragbar ) austauschen wollen, um zu einem Konsens zu kommen. Alle Befürchtungen und Ängste, alle Bedürfnisse und Interessen, alle Vorteile und Synergie-Effekte, einfach alles, was Relevant für den Konsensierungsprozess ist, soll Gehör und Beachtung finden.

Die Methode des systemischen Konsensierens wurde bereits vor drei Jahren eingeführt und kommt nun wohl zu ihrer größten Bewährungsprobe.

Wie es wohl ausgehen wird? Ist das Projekt reif für Vergrößerung der Möglichkeiten durch Wachstum ?

Unterwegs in die Postwachstumsökonomie. Weniger ist in Zukunft mehr – mehr an Qualität. Nicht wieviel ich habe ist entscheidend, sondern ob ich das, was ich habe, bewusst genießen kann. Das fängt beim Auswählen an. Sind mir meine Kauf-Kriterien bewusst? Muss ich das haben, weil der andere es auch hat? Wie geht es mir, wenn ich verzichte? Ist bewusster Verzicht die neue Askese? Ist Verzicht überhaupt gut – für mich – für andere? Was sind die Konsequenzen dieser Haltung? Wer braucht das alles…führst du ein Haushaltbuch? Schreibst du dir auf, wofür du dein Geld ausgibst? Wann? Wieviel und Warum? Wieviel Bücher hast du über dieses Thema bereits gelesen – und welche Konsequenzen hast du daraus gezogen?

Ist Sharing das neue Caring? Wieviel Geld brauche ich wirklich – und was bin ich bereit dafür zu tun? Wie kann ich meine Arbeit organisieren, wenn ich weniger brauche? Habe ich dann endlich Zeit-Souveränität? Kennst du deinen CO2 Footprint…willst du runterkommen? Aber bloß nicht aus schlechtem Gewissen – lieber aus Überzeugung.

Stephen Hawking hat die Hoffnung auf genügend Vernunft und Einsichtsfähigkeit der Menschheit aufgegeben. Er plädiert für Evakuierung des Planeten in absehbarer Zeit.

Also, die Zeit drängt – mach Gebrauch von deiner Willensfreiheit – befreie dich vom Balast – so schnell wie es dir möglich ist. Wirf nichts weg – gib es anderen, die es vieleicht dringender brauchen als du.

Ist das nicht die Frage aller Fragen??

Ist das nicht die Frage, die Forschung und Wissenschaft seit Jahrhunderten treibt?

Ist das eine Frage, die Geisteswissenschaftler überhaupt noch interessiert? ( Aber JA )

Ist das die Frage, auf die die Compassion-Forschung die zukunftsrelevanten Antworten liefert? ( Aber JA )

Ist die kollektive Erinnerung stark genug, diese Frage immer wieder ins Zentrum von Debatten zurückzuholen?

Ist die Frage weitreichend und tiefgreifend genug – um kooperierende, kollaborierende Energien unter ein gemeinsames WIR zu bringen? ( Vision-Summit )

Ist es wirklich notwendig, dass viele Menschen elendig leben, damit wenige ein gutes Leben haben? ( Was meinst DU? )

Ist es unmöglich, Wirkungszusammenhänge und Kreisläufe einfach zu erklären, damit VIELE sie verstehen?

Ist es wirklich nötig, Berge von Fakten, Fakten, Fakten sprechen zu lassen, um in der Stille die Schreie der Not und Verzweiflung zu hören, die den Globus umkreisen – schneller als das Kapital?

Ist es wirklich nötig…? ( JA es ist! )

DeGrowth Konferenz in Leibzig September 2014: Ist gesellschaftliche (Weiter-)Entwicklung ohne Wirtschaftswachstum möglich?

Unsere Erkenntnis der letzten Jahre und Tages-Inspiration für Heute:

Wie kommt Neues in unsere Welt?…

Erst ignorieren sie dich.

Dann lachen sie dich aus.

Dann bekämpfen sie dich.

…Und dann  – nach langer, langer Zeit – bekommst du Zustimmung!

Kommt dir diese Schritt- und Erlebnisfolge bekannt vor? Dann bist du auf dem Weg durch diese Resonanz ein Zukunftspionier zu werden. Durch dich und dein Handeln kommt Neues in die Welt. – Denn die Zukunft ist nicht planbar und dann eins zu eins umsetzbar. There is a crack in everything – where the light comes in. Das heißt ganz konkret: Leben ist das was passiert, während wir andere Pläne machen. Sich darauf einzustellen, damit umgehen zu können, diese auftauchenden >Phänomene> zu bestaunen, sie sogar lieben zu lernen – so kommt die Zukunft daher und genau dieses Lernen macht uns resilient.

Also: Don`t be afraid. You are not alone. Go ahead.

Und auf diese Lebens- und Lern-Weise stimmuliert das Hirn neue Areale, entwickelt neue Synapsen-Verbindungen, entwickelt neue Muster …und du legst so die Grundlagen für neue Formen der Kreativität und Schöpferkraft – für die Lösungskompetenzen der Zukunft.

Klar ist das auch Stress. Aber nur wer die Unsicherheit lieben lernt, weil Planungs-Sicherheit ein altes Konzept ist, das immer weniger funktioniert, kann neue Lösungen im Miteinander finden. Ein neues, noch unbekanntes WIR leuchtet bereits am Horizont. Die Probleme, die wir alle haben, können wir nur gemeinsam lösen.

Vom 10. -14. September gibt es eine Kombination der besonderen Art: biografisches Schreiben und ZEN Meditation. Kontemplative Praxis co-kreiert mit feinem Schreibhandwerk. Noch sind ein paar Plätze frei.

Hier geht es zum Angebot.

Vielleicht wussten Sie das noch nicht aber es ist trotzdem wahr: Gift kann – wohldosiert angewandt – Medizin sein. Zuviel davon ist dann natürlich tödlich. Bezogen auf mein Thema bedeutet das: wird die Effizienz eines Systems zu sehr auf Kosten der Resilienz strapaziert, ist Schluss mit Vielfalt. Dann haben wir eine Monokultur mit allen darin enthaltenden Problemen – ein plötzlicher Systemzusammenbruch ist vorprogrammiert. Und sofort ist klar, wovon hier die Rede ist: genau – von der Logik unseres Geldsystems.

Das neue Buch von Bernard Lietaer u.a. Geld und Nachhaltigkeit, EuropaVerlagBerlin, 2013, ist daher Pflichtlektüre!

Die Geschichte ist voll mit Beispielen, dass ein Wandel der herrschenden Weltanschauung notwendig ist, um eine Katastrophe zu verhindern. Zu selten geschieht dies noch rechtzeitig, meistens jedoch nicht. Wenn Sie dies besser verstehen wollen, lesen Sie das Buch Kollaps von Jared Diamond.

Nachhaltigen Wohlstand zu schaffen und zu sichern wird wohl nur durch die Entwicklung einer ökologischen Ökonomie möglich sein – die notwendige Korrektur eines fatalen blind spot in der traditionellen Wirtschaftslehre. – Noch satte und überregulierte Regionen tun sich natürlich damit schwerer, über das Konzept Resiliente Stadt oder Region nachzudenken, differenzierte Komplementärwährungssysteme zuzulassen oder gemeinsam mit engagierten Bürgern zu entwickeln als präventive Antwort auf gigantische Privatisierungswellen öffentlichen Eigentums wie Straßen, Tunnel, Brücken, Parkuhren, Flughäfen, Straßenbahnen, Wasser- und Kanalisationssysteme zur Rettung bankrotter öffentlicher Haushalte.

Viele schulische Bildungsprogramme bereiten Kinder immernoch auf eine industrielle Welt vor, die so schon lange nicht mehr existiert. Verantwortungslos, Unwissenheit oder beides? Die Studie Future Jobs – Wie wir in Zukunft in Europa arbeiten werden des zukunfts/instituts, in der die Entwicklung der Arbeitswelt bis 2050 analysiert und prognostiziert wird, sagt voraus, dass innerhalb der nächsten 20 Jahre traditionelle Berufsbilder in Einzelhandel und Dienstleistungen komplett verschwinden werden. Wer also sollte als junger Mensch heute Interesse an einer solchen Ausbildung haben?

Themen wie Überalterung, Klimawandel, Währungsinstabilität und Informationsrevolution brauchen radikal neue Denkansätze und komplementäre Finanzierungssysteme.

Wenn man die Menschen fragt, was sie wollen, sagen sie: blühende Gemeinschaften und eine bessere Lebensqualität – natürlich für alle. Das ist das Ziel und der Weg muss gesucht und gefunden werden. Lesen Sie das Buch und denken Sie selbst nach. Mehr Herz, weniger Kopf – und der Weg wird einfacher.

Und ganz wichtig: bei allen Prozessen der ausbalancierten Entscheidungsfindung – egal in welchem Bereich – ist unsere Methode für größere Gruppenprozesse das systemische Konsensieren. Wir konnten mittlerweile viele großartige Erfahrungen damit sammeln.

Leicht umsetzbare Anregungen zur Steigerung der Resilienz:

  • Nehmen Sie die Realität wahr, wie sie ist – und seien Sie damit einverstanden
  • Beobachten Sie genau und hören Sie zu – geben Sie Ihrem Vorgehen tieferen Sinn und Bedeutung
  • Seien Sie freundlich zu anderen und zu sich selbst
  • Seien Sie geistig flexibel, denken Sie nach, um den ersten Schritt Richtung Verbesserung der Umstände zu machen – und setzen sie ihn um

Achtsamkeit in WaldbröhlDer Kriegsenkel-Workshop in Berlin vom 30.Mai – 01.Juni 2014 mit dem Thema:

Lebenskraft, Daseinsfreude: Kriegsfamiliengeschichte als Ressource nutzen. Eine biografische Gesprächs- und Schreibwerkstatt für Kriegsenkel

ist a u s g e b u c h t.

Wir verweisen herzlich gerne auf die sich bildende Warteliste für einen nächsten Workshop. Bitte schicken Sie uns eine Mail mit Ihrer Anfrage.

AuftragsklärungSo einen Satz haben Sie bestimmt schon mal gehört. Neusten Analysen zu folge, sind fast 90 Prozent aller Manager damit beschäftigt, Prozesse billiger zu machen, um auf diese Weise Effizienz herzustellen. Transparente Kommunikation, freudvolle Teamarbeit und vor allem: Zeit zum Nach- und Vordenken… Ja, davon haben einige bereits gehört, heißt es. Schneller und noch mehr arbeiten kann aber nicht darüber hinweg täuschen, wenn die Richtung nicht mehr stimmt. Wenn falsche – und vor allem einsame – Entscheidungen getroffen werden, kann ein mehr davon nicht hilfreich sein. Auch wenn dadurch der Eindruck von Entschlossenheit und Kompetenz entstehen kann. Kurzzeitig wenigsten.-

Gerät man als Coach und Sparringspartner in eine so gestrickte Weltsicht, dann gilt es einige Zusammenhänge zu entwirren und neu zu ordnen, um dem Kunden wieder zu souverän klarer Sicht zu verhelfen. Wenn die Beziehungsebene, die Chemie, stimmt – und alle seriösen Coaching-Forschungen der letzten Zeit sind sich in diesem Punkt absolut einig, dass dies der alles entscheidende Faktor ist, viel wesentlicher als Methoden-Kompetenz – dann kann es da auch mal ordentlich knistern. ( Für mich der wichtigste Punkt in der Auftragsklärung!) Der Grund ist dann tragfähig und hält auch Reibung, ja sogar Konflikte aus. Sparringspartner zu sein heißt, es wird auch mal anständig ausgeteilt – auch eingesteckt. Es geht lebendig zu, es gibt keine Tabu-Themen für das gemeinsame Denken, es kommt zum DU in der Arbeitsbeziehung, weil dadurch die Distanz wegfällt und der Horizont sich noch weiter ausdehnt. Es gibt keine Angst vor Macht- und Kontroll-Verlust, man kommt sich nahe und kann die Nähe aushalten. Absolute Vertraulichkeit schafft dafür den Rahmen.

Und – ganz wichtig – Gefühle zeigen. Ist fast schon banal – muss aber immer wieder erwähnt werden. Ich habe den Satz: “lassen sie uns nicht zu emotional werden sonder eher sachlich bleiben” als Selbstschutz vor den eigenen Gefühlen schon oft gehört. Meistens zu Beginn eines Prozesses. Die besten und wirksamsten Sitzungen waren dann doch die, wo es emotional wurde.

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