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Vielleicht wussten Sie das noch nicht aber es ist trotzdem wahr: Gift kann – wohldosiert angewandt – Medizin sein. Zuviel davon ist dann natürlich tödlich. Bezogen auf mein Thema bedeutet das: wird die Effizienz eines Systems zu sehr auf Kosten der Resilienz strapaziert, ist Schluss mit Vielfalt. Dann haben wir eine Monokultur mit allen darin enthaltenden Problemen – ein plötzlicher Systemzusammenbruch ist vorprogrammiert. Und sofort ist klar, wovon hier die Rede ist: genau – von der Logik unseres Geldsystems.

Das neue Buch von Bernard Lietaer u.a. Geld und Nachhaltigkeit, EuropaVerlagBerlin, 2013, ist daher Pflichtlektüre!

Die Geschichte ist voll mit Beispielen, dass ein Wandel der herrschenden Weltanschauung notwendig ist, um eine Katastrophe zu verhindern. Zu selten geschieht dies noch rechtzeitig, meistens jedoch nicht. Wenn Sie dies besser verstehen wollen, lesen Sie das Buch Kollaps von Jared Diamond.

Nachhaltigen Wohlstand zu schaffen und zu sichern wird wohl nur durch die Entwicklung einer ökologischen Ökonomie möglich sein – die notwendige Korrektur eines fatalen blind spot in der traditionellen Wirtschaftslehre. – Noch satte und überregulierte Regionen tun sich natürlich damit schwerer, über das Konzept Resiliente Stadt oder Region nachzudenken, differenzierte Komplementärwährungssysteme zuzulassen oder gemeinsam mit engagierten Bürgern zu entwickeln als präventive Antwort auf gigantische Privatisierungswellen öffentlichen Eigentums wie Straßen, Tunnel, Brücken, Parkuhren, Flughäfen, Straßenbahnen, Wasser- und Kanalisationssysteme zur Rettung bankrotter öffentlicher Haushalte.

Viele schulische Bildungsprogramme bereiten Kinder immernoch auf eine industrielle Welt vor, die so schon lange nicht mehr existiert. Verantwortungslos, Unwissenheit oder beides? Die Studie Future Jobs – Wie wir in Zukunft in Europa arbeiten werden des zukunfts/instituts, in der die Entwicklung der Arbeitswelt bis 2050 analysiert und prognostiziert wird, sagt voraus, dass innerhalb der nächsten 20 Jahre traditionelle Berufsbilder in Einzelhandel und Dienstleistungen komplett verschwinden werden. Wer also sollte als junger Mensch heute Interesse an einer solchen Ausbildung haben?

Themen wie Überalterung, Klimawandel, Währungsinstabilität und Informationsrevolution brauchen radikal neue Denkansätze und komplementäre Finanzierungssysteme.

Wenn man die Menschen fragt, was sie wollen, sagen sie: blühende Gemeinschaften und eine bessere Lebensqualität – natürlich für alle. Das ist das Ziel und der Weg muss gesucht und gefunden werden. Lesen Sie das Buch und denken Sie selbst nach. Mehr Herz, weniger Kopf – und der Weg wird einfacher.

Und ganz wichtig: bei allen Prozessen der ausbalancierten Entscheidungsfindung – egal in welchem Bereich – ist unsere Methode für größere Gruppenprozesse das systemische Konsensieren. Wir konnten mittlerweile viele großartige Erfahrungen damit sammeln.

Leicht umsetzbare Anregungen zur Steigerung der Resilienz:

  • Nehmen Sie die Realität wahr, wie sie ist – und seien Sie damit einverstanden
  • Beobachten Sie genau und hören Sie zu – geben Sie Ihrem Vorgehen tieferen Sinn und Bedeutung
  • Seien Sie freundlich zu anderen und zu sich selbst
  • Seien Sie geistig flexibel, denken Sie nach, um den ersten Schritt Richtung Verbesserung der Umstände zu machen – und setzen sie ihn um

Achtsamkeit in WaldbröhlDer Kriegsenkel-Workshop in Berlin vom 30.Mai – 01.Juni 2014 mit dem Thema:

Lebenskraft, Daseinsfreude: Kriegsfamiliengeschichte als Ressource nutzen. Eine biografische Gesprächs- und Schreibwerkstatt für Kriegsenkel

ist a u s g e b u c h t.

Wir verweisen herzlich gerne auf die sich bildende Warteliste für einen nächsten Workshop. Bitte schicken Sie uns eine Mail mit Ihrer Anfrage.

AuftragsklärungSo einen Satz haben Sie bestimmt schon mal gehört. Neusten Analysen zu folge, sind fast 90 Prozent aller Manager damit beschäftigt, Prozesse billiger zu machen, um auf diese Weise Effizienz herzustellen. Transparente Kommunikation, freudvolle Teamarbeit und vor allem: Zeit zum Nach- und Vordenken… Ja, davon haben einige bereits gehört, heißt es. Schneller und noch mehr arbeiten kann aber nicht darüber hinweg täuschen, wenn die Richtung nicht mehr stimmt. Wenn falsche – und vor allem einsame – Entscheidungen getroffen werden, kann ein mehr davon nicht hilfreich sein. Auch wenn dadurch der Eindruck von Entschlossenheit und Kompetenz entstehen kann. Kurzzeitig wenigsten.-

Gerät man als Coach und Sparringspartner in eine so gestrickte Weltsicht, dann gilt es einige Zusammenhänge zu entwirren und neu zu ordnen, um dem Kunden wieder zu souverän klarer Sicht zu verhelfen. Wenn die Beziehungsebene, die Chemie, stimmt – und alle seriösen Coaching-Forschungen der letzten Zeit sind sich in diesem Punkt absolut einig, dass dies der alles entscheidende Faktor ist, viel wesentlicher als Methoden-Kompetenz – dann kann es da auch mal ordentlich knistern. ( Für mich der wichtigste Punkt in der Auftragsklärung!) Der Grund ist dann tragfähig und hält auch Reibung, ja sogar Konflikte aus. Sparringspartner zu sein heißt, es wird auch mal anständig ausgeteilt – auch eingesteckt. Es geht lebendig zu, es gibt keine Tabu-Themen für das gemeinsame Denken, es kommt zum DU in der Arbeitsbeziehung, weil dadurch die Distanz wegfällt und der Horizont sich noch weiter ausdehnt. Es gibt keine Angst vor Macht- und Kontroll-Verlust, man kommt sich nahe und kann die Nähe aushalten. Absolute Vertraulichkeit schafft dafür den Rahmen.

Und – ganz wichtig – Gefühle zeigen. Ist fast schon banal – muss aber immer wieder erwähnt werden. Ich habe den Satz: “lassen sie uns nicht zu emotional werden sonder eher sachlich bleiben” als Selbstschutz vor den eigenen Gefühlen schon oft gehört. Meistens zu Beginn eines Prozesses. Die besten und wirksamsten Sitzungen waren dann doch die, wo es emotional wurde.

Zukunftspioniere on the roadSie planen eine Fach-Tagung, einen Kongress, ein Unternehmens-Event und der Redner, die Rednerin, den Sie gerne haben wollten, hat Ihnen aus wichtigen Gründen abgesagt?

Hier ist Ihre Lösung – denn ich liebe “Feuerwehreinsätze” als Stellvertreter oder Ersatzmann für unpässliche Prominente.

Unser Zukunftspioniere-Schwerpunkt-Thema 2014 heißt Resilienz.

Näheres erfahren Sie HIER.

Selbstverständlich können Sie natürlich auch direkt anrufen, wenn Sie Lust auf einen neuen, frischen Wind auf Ihrer Bühne haben. Ihre Neugier ist der Anfang unseres Kontakts.

Mediator als systemischer DritterIn diesen Zeiten braucht es wahrhafte Peacemaker. Mutige Menschen mit achtsamer Haltung, Erfahrungen aus den vielfältigsten Bereichen des Lebens und besonders in Nicht-Wissender-Haltung, dass heißt, Lösungen werden nicht mitgebracht sondern entstehen “vor Ort”. – Wenn wir achtsam sind – und Mediatoren sollten es sein – können wir genau beobachten, wie wir alles in unserem eigenen Geist zusammensetzen: unser Selbst, das in Wirklichkeit aus vielen Anteilen oder Stimmen besteht, unsere Verbindungen mit oder zu anderen, unsere Erfahrungen und Vorstellungen, unsere Fantasie, die unserm Selbst zusätzlich Bedeutung gibt u.v.m.

In Konfliktfällen läuft all dies, gewürzt mit aufwallenden Emotionen, wahnsinnig schnell ab. Wir Mediatoren sprechen hier gerne von der Spirale der Eskalation. Die eigenen Grenzen nehmen physische und psyschiche Gestalt an. Kränkungsdynamiken schmerzen und können, wenn sie über längere Zeit ertragen werden, richtig krank machen. Unsere Seele wird krank, wenn unser Immunsystem aus Status, Autorität, Rolle oder Gerechtigkeitsempfinden ins Wanken gerät und zusammenbricht. Burnout hat viele Ursachen – kann eine Erscheinungsform von Konflikten sein.

Hilfreich bis Wohltuend kann es da sein – systemisch notwendig ist es in vielen Fällen sowieso – wenn eine neutrale, das heißt am Konflikt unbeteiligte Person als allparteilicher Vermittler hinzukommt. Achtsames mediierendes Praktizieren bedeutet hier, erkennendes unterscheidendes Bewusstsein (auch Gewahrsein) den Konfliktparteien hilfreich zur Selbstklärung zur Verfügung zu stellen ( das heisst, die “Führung” des Mediationsprozesses offenbart die Achtsamkeit durch wertschätzende Kommunikation ). Wahrnehmen, verstehen, akzeptieren, annehmen, loslassen, Präsent sein in Balance halten können, das bedeutet Haltung haben, mindful mediator sein. Es bedeutet, Beobachtung und Bewertung trennen zu können. Eine dies übende Haltung kann nie abgeschlossen sein – sie ist meiner Ansicht nach ein lebenslanger Lern- und Übungsweg. Wobei ich deshalb klar sagen möchte, dass Achtsamkeit kein Tool ist, dass man irgendwie aus seinen Werkzeugkasten herauszaubert, wenn es mal gerade passt. -

Mir ist bisher nur ein Buch bekannt – ich habe es  2002 im internationalen Versöhnungsbund e.V. entdeckt – dass Mindful Mediation aus buddhistischer Sicht der Konfliktbearbeitung beschreibt. Es ist von John A. McConnell.

Grundlegende Techniken der Mediation: Empathisches Zuhören – Reframing: Wie kommt Bewegung in die starren Interessen – und von den Positionen zu den Bedürfnissen, werden den vier edlen Wahrheiten von Buddha an die Seite gestellt: Existenz bedeutet Krise – Es gibt dafür einen Grund: Begierden – Es gibt dafür eine Lösung: wahre Freiheit – Es gibt einen Weg, der uns dahin bringt: und der muss von jedem und jeder selbst gegangen werden.

Die Essenz des Buches in einem Satz: es ist der Schleier der eigenen Gedanken, der uns von Anderen trennt. – Ich bin mir darüber im Klaren, dass dies nicht leicht zu verstehen ist. Aus diesem Grund ist es in jeder Lage sehr hilfreich und nützlich, Zeit in präventives Nachdenken zu investieren.

Bei meinen Reisen um die Welt habe ich gelernt: Frieden braucht mehrere Wahrheiten. Sollten Sie Unterstützung bei Ihren Konflikten benötigen, bitte schauen Sie HIER.

Voices of Transition Rob HopkinsHeute genau vor einem Jahr  – 27.02.2013 – war Rob Hopkins zu Besuch. Es gab was zu feiern: ein Jahr Transition Town Bonn. Die Veranstaltung fand in der Universität im audimax statt und es waren ca 300 Menschen gekommen, weil es auch den Film Transition 2.0 zu sehen gab.

Danach haben wir Zukunftspioniere ihn mitgenommen, denn es gibt ja in Bonn interessante Ort. Zum Beispiel unser Mehrgenerationen-Wohn-Projekt. Da hatten wir ein Gästezimmer für Rob und haben noch lange miteinader geredet über Peak oil, über Carsharing-Modelle, über Gemeinschaftsgärten, über die Schwierigkeiten eine Regional Währung einzuführen, über den Willen zum Durchhalten, über Sinn und Unsinn sozialer Netzwerke, über die Entwicklung des Herzens als Roter Faden in jeder Bewegung, über persönliche Inspirationsquellen und irgendwann war die Zeit rum und wir haben ihn zum Bahnhof gebracht. Back to Totnes.

Jetzt Einfach MachenJetzt hat der Rob Hopkins ein neues Buch auf den Markt gebracht, dass das Wesentliche jeder Transition Town Bewegung auf den Punkt bringt:

Wartet auf Nichts, schon gar nicht auf die Politik. Macht Jetzt…das wahrscheinlich bald überlebensnotwendige.

Es gibt wirklich bereits viele Menschen auf dieser Welt, die die Zeichen der Zeit verstanden haben und beginnen, lokal zu handeln nachdem sie das globale Problem der Abhängigkeiten begriffen haben.

Einfach lesen, sich inspirieren lassen und…M A C H E N!

Weite Energie tankenWir müssen doch was machen! So geht es nicht weiter! … und:

There is nothing to do and  nowhere to go. (ZEN teaching)

Aussagen dieser Art sind nicht leicht zu begreifen – und wenn man etwas nicht gleich versteht, kann schon mal leicht Ungeduld aufkommen.-Dilemma!

Und was bedeutet dann Kompetenz – und was kann man bei Resilienz trainieren und vor allem: WIE?

Was wir unter Resilienz verstehen und wie unsere Arbeitweise ist, lesen Sie bitte hier.

Lebenskraft, Daseinsfreude: Kriegsfamiliengeschichte als Ressource nutzen.

Eine biografische Gesprächs- und Schreibwerkstatt für Kriegsenkel

30. Mai bis 1. Juni 2014, Stiftung ÜberBrücken Berlin    ( A U S G E B U C H T !  – Bitte schreiben Sie uns eine Mail mit Ihrem Interesse am Nächsten. )

Das Erbe des II. Weltkrieges wiegt noch immer schwer: Für die Opfer, die überfallenen Nationen, für Europa und die beteiligte Welt. Für uns Nachkommen derer, die diesen Krieg in Deutschland als Kinder oder Jugendliche miterlebt haben, erweist sich die Erbschaft als auf besondere Weise ver-trackt: Aufgewachsen mit Schweigen, Scham und Schuld, mit zum Teil in die Wohlstandswatte der 1960er Jahre gepackten Erinnerungs-Trümmern und mal schemenhaften, mal grell offenkundigen Familientraumata, versuchen wir, uns ein Bild zu machen von uns selbst als „Kriegsenkel“. Wir versuchen zu begreifen, was uns mitgegeben wurde, und was wir daraus gemacht haben.

In dieser Gesprächs- und Schreibwerkstatt gehen wir dieser Spur mit einem Ressourcenblick nach: Wie können wir das Vermächtnis unserer kriegsbeschädigten Familien als Kraftquelle begreifen und nutzen? Wo hat uns dieses Schicksal mit speziellen Sensibilitäten und Fähigkeiten ausgestattet? Wie lassen sich Schwächungen in Stärken übersetzen?

Impuls für den achtsamen Austausch und das biografische Schreiben an diesem Wochenende ist nicht nur der Blick zurück. Uns ist bewusst, dass Gegenwart und Zukunft unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Und so leitet uns der Wunsch nach Versöhnung mit dem Gestern, damit wir uns endlich mit ganzer Lebenskraft dem Heute und dem Morgen zuwenden können.

Anregungen aus dem kreativen Schreiben, der Biografiearbeit und philosophischer Dialogpaxis erleichtern das Erinnern und in-Worte-Fassen. Vorkenntnisse braucht es nicht (es gibt keine „Noten“ für Geschriebenes!). Was es sehr wohl braucht ist die Bereitschaft, sich in einem geschützten Rahmen heiklen Themen zu stellen – kühn und ernsthaft. Und mit Humor.

Hier geht es zum Angebot.

Weite hilft beim DenkenLeb`wohl mein Hirn, nimm Abschied und gesunde. In Anlehnung an Hermann Hesse, der ja das Herz meint und nicht das Hirn, wäre das doch ein super Neu-Anfang. Leb`wohl mein Hirn – heißt: wir treten in den Zustand des Nicht-Wissens ein…und setzen uns der Situation, was immer wir gerade an Möglichkeit dafür vor uns haben, einfach aus – und vertrauen auf die Weisheit der Vielen.

Kein down loading mehr, keine Experten-Zuflucht, kein Schuldigen suchen, sondern Abschied von alten gewohnten Denkmustern. Leer machen den müden, rastlosen Geist, wieder lernen vollkommen neu hinzusehen, frisch, überraschend, neugierig sein. DAS IST NICHT LEICHT – und doch möglich. Jeder Meditationsanfänger versucht das.

Der denkende Verstand hat die Effizienz auf die Spitze getrieben – aber an dem Punkt machen wir – kollektiv gesehen – nur noch Verluste. Die Kunst der Zukunft wird es wohl sein, bei voller Fahrt den Motor auszuwechseln. Nur resilente Systeme können da mithalten. Und seit der Entdeckung der Neuroplastizität des Gehirn und der Aussendung neuroplastischer Botenstoffe, die aber nur im Zustand emotionaler Erregung und Begeisterung unterwegs sind, wünsche ich Ihnen, dass da noch was geht – das Ihnen etwas unter die Haut geht. Ein Engagement, wo Verbindung in Freiheit möglich ist und wodurch Sie spät abends kreativ erschöpft und energiegeladen einschlafen – und sich auf den nächsten Tag und die damit verbundenen Aufgaben so freuen, dass krank sein jenseits Ihrer Vorstellungskraft liegt.

Wie bringt man also Effizienz und Resilienz in Balance? – Nichts für Menschen, die gewaschen werden wollen ohne nass zu werden. Die nass und dabei glücklich werden wollen schauen bitte HIER und HIER.

Zum Schluss eine kleine Inspiration von Milton Erickson:

“Nicht was wir nicht wissen, macht uns Sorge, sondern das, wovon wir wissen, dass es nicht so ist. Was wir wissen, ohne zu wissen, dass wir es wissen, das macht uns noch viel mehr Kummer.”

Kollektive Hypnotherapie – natürlich eine andere als, die wir durch Infotainment (Neil Postman) schon haben – könnte ein gangbarer Weg zur Lösung der Weltprobleme sein. Wäre das nicht etwas für die Denker in Davos?

Schröpfen ist auch ein  WegWie korrigiert man falsche Wege? Nicht nur die von Einzelnen…sondern von Millionen?…Klingt es verrückt genug, um es für wahr zu halten oder spüren Sie die inneren Widerstände massiv aufsteigen?…Gut so!

Erfindergeist, Phantasie, Kreativität, Vorstellungskraft wird über Ihre Zukunft entscheiden. Noch nicht viele Unternehmen wollen das wirklich wahrhaben, obwohl sehr viele auf allen Kanälen davon reden. Schein und Sein ist noch nie deckungsgleich gewesen. Diese Täuschung ist so eine Art Tarnung auf Zeit. Wenn es alle machen, muss es ja richtig sein. Zu Viele sind aber leider davon überzeugt, dass Effizienz-Streben und Optimierungswahn Zukunft generieren könnte. Dazu kommt noch die Unzufriedenheit mit den praktizierten Innovationsprozessen: dauert zu lange, die gelebte Unternehmenskultur vermeidet Risiken, Entscheidungsschwäche, in welche Ideen man Geld investieren soll…uvm.

Dabei ist Erfinden, Entwickeln dem Wesen nach ein chaotischer Prozess – und Teil unserer wahren Natur. Die Frage nach mehr Struktur und berechenbarer Sicherheit zeigt die “Unreife” des Systems für wesentliche Innovation, die den Namen wirklich verdient. Das gilt für soziale Innovationen wie für Produkte. Was also kann da hlifreich sein?  – Spielen geht doch anders! Wer geht denn morgens ins Unternehmen, um zu spielen? Die Kinder werden vorher im Kindergarten abgesetzt, um zu spielen. Logisch. Aber selbst…? Business ist doch eine ernste Sache – und macht vielen Menschen mittlerweile Angst. Die sozial-psychologischen Studien sprechen eine klare Sprache. Kreativität geht so ganz sicher nicht. Sieht nach einem echten Dilemma aus.

Da fällt mir der lustige Satz ein: Vision ohne Aktion ist Halluzination. Und dafür ist ja bekanntlich der Arzt zuständig. – Wer mit dem Mantra im Kopf rumläuft, dass Eigennutz rational sei, der hat noch nicht viel verstanden. Die Zukunft braucht das WIR, nicht das ICH, ICH, ICH. – Tja…und an dieser Stelle rächt es sich jetzt, dass die Seele in den letzten Jahrzehnten systematisch aus den Lehrplänen herausgewirtschaftet wurde. Wie also kann man sogenannten Wirtschafts-Eliten etwas vorwerfen, wenn sie doch nur konsequent abliefern, was sie gelernt haben?

In welchen Lehrplänen steht denn philosophische Grundlagenforschung, Selbsterfahrung, Achtsamkeitstraining, Meditationserfahrung, Entwicklung von Mitgefühl, sytemisches Konsensieren als Entscheidungsfindung, Mediation als Konfliktklärung für Win-Win-Lösungen, Ethik als Haltung, Design Thinking als Methode der gemeinsamen, integralen Entwicklungen von Lösungen, Social Entrepreneurship, Aufgabe der “the winner takes it all Einstellung” wegen Untauglichkeit uvm.?

Neues Wirtschaften ist eine Kunst, die Bewusstsein erfordert, will sie Menschen zum leuchten bringen und auf diese Weise die gesamte Welt für die nachfolgenden Generationen in lebenswerter Qualität zu erhalten.

Seien Sie also diese Jahr konsequent bis radikal und disziplinieren Sie sich zu Neuem – anderem – Denken und Handeln.

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