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Zukunftspioniere on the roadSie planen eine Fach-Tagung, einen Kongress, ein Unternehmens-Event und der Redner, die Rednerin, den Sie gerne haben wollten, hat Ihnen aus wichtigen Gründen abgesagt?

Hier ist Ihre Lösung – denn ich liebe “Feuerwehreinsätze” als Stellvertreter oder Ersatzmann für unpässliche Prominente.

Unser Zukunftspioniere-Schwerpunkt-Thema 2014 heißt Resilienz.

Näheres erfahren Sie HIER.

Selbstverständlich können Sie natürlich auch direkt anrufen, wenn Sie Lust auf einen neuen, frischen Wind auf Ihrer Bühne haben. Ihre Neugier ist der Anfang unseres Kontakts.

Mediator als systemischer DritterIn diesen Zeiten braucht es wahrhafte Peacemaker. Mutige Menschen mit achtsamer Haltung, Erfahrungen aus den vielfältigsten Bereichen des Lebens und besonders in Nicht-Wissender-Haltung, dass heißt, Lösungen werden nicht mitgebracht sondern entstehen “vor Ort”. – Wenn wir achtsam sind – und Mediatoren sollten es sein – können wir genau beobachten, wie wir alles in unserem eigenen Geist zusammensetzen: unser Selbst, das in Wirklichkeit aus vielen Anteilen oder Stimmen besteht, unsere Verbindungen mit oder zu anderen, unsere Erfahrungen und Vorstellungen, unsere Fantasie, die unserm Selbst zusätzlich Bedeutung gibt u.v.m.

In Konfliktfällen läuft all dies, gewürzt mit aufwallenden Emotionen, wahnsinnig schnell ab. Wir Mediatoren sprechen hier gerne von der Spirale der Eskalation. Die eigenen Grenzen nehmen physische und psyschiche Gestalt an. Kränkungsdynamiken schmerzen und können, wenn sie über längere Zeit ertragen werden, richtig krank machen. Unsere Seele wird krank, wenn unser Immunsystem aus Status, Autorität, Rolle oder Gerechtigkeitsempfinden ins Wanken gerät und zusammenbricht. Burnout hat viele Ursachen – kann eine Erscheinungsform von Konflikten sein.

Hilfreich bis Wohltuend kann es da sein – systemisch notwendig ist es in vielen Fällen sowieso – wenn eine neutrale, das heißt am Konflikt unbeteiligte Person als allparteilicher Vermittler hinzukommt. Achtsames mediierendes Praktizieren bedeutet hier, erkennendes unterscheidendes Bewusstsein (auch Gewahrsein) den Konfliktparteien hilfreich zur Selbstklärung zur Verfügung zu stellen ( das heisst, die “Führung” des Mediationsprozesses offenbart die Achtsamkeit durch wertschätzende Kommunikation ). Wahrnehmen, verstehen, akzeptieren, annehmen, loslassen, Präsent sein in Balance halten können, das bedeutet Haltung haben, mindful mediator sein. Es bedeutet, Beobachtung und Bewertung trennen zu können. Eine dies übende Haltung kann nie abgeschlossen sein – sie ist meiner Ansicht nach ein lebenslanger Lern- und Übungsweg. Wobei ich deshalb klar sagen möchte, dass Achtsamkeit kein Tool ist, dass man irgendwie aus seinen Werkzeugkasten herauszaubert, wenn es mal gerade passt. -

Mir ist bisher nur ein Buch bekannt – ich habe es  2002 im internationalen Versöhnungsbund e.V. entdeckt – dass Mindful Mediation aus buddhistischer Sicht der Konfliktbearbeitung beschreibt. Es ist von John A. McConnell.

Grundlegende Techniken der Mediation: Empathisches Zuhören – Reframing: Wie kommt Bewegung in die starren Interessen – und von den Positionen zu den Bedürfnissen, werden den vier edlen Wahrheiten von Buddha an die Seite gestellt: Existenz bedeutet Krise – Es gibt dafür einen Grund: Begierden – Es gibt dafür eine Lösung: wahre Freiheit – Es gibt einen Weg, der uns dahin bringt: und der muss von jedem und jeder selbst gegangen werden.

Die Essenz des Buches in einem Satz: es ist der Schleier der eigenen Gedanken, der uns von Anderen trennt. – Ich bin mir darüber im Klaren, dass dies nicht leicht zu verstehen ist. Aus diesem Grund ist es in jeder Lage sehr hilfreich und nützlich, Zeit in präventives Nachdenken zu investieren.

Bei meinen Reisen um die Welt habe ich gelernt: Frieden braucht mehrere Wahrheiten. Sollten Sie Unterstützung bei Ihren Konflikten benötigen, bitte schauen Sie HIER.

Voices of Transition Rob HopkinsHeute genau vor einem Jahr  – 27.02.2013 – war Rob Hopkins zu Besuch. Es gab was zu feiern: ein Jahr Transition Town Bonn. Die Veranstaltung fand in der Universität im audimax statt und es waren ca 300 Menschen gekommen, weil es auch den Film Transition 2.0 zu sehen gab.

Danach haben wir Zukunftspioniere ihn mitgenommen, denn es gibt ja in Bonn interessante Ort. Zum Beispiel unser Mehrgenerationen-Wohn-Projekt. Da hatten wir ein Gästezimmer für Rob und haben noch lange miteinader geredet über Peak oil, über Carsharing-Modelle, über Gemeinschaftsgärten, über die Schwierigkeiten eine Regional Währung einzuführen, über den Willen zum Durchhalten, über Sinn und Unsinn sozialer Netzwerke, über die Entwicklung des Herzens als Roter Faden in jeder Bewegung, über persönliche Inspirationsquellen und irgendwann war die Zeit rum und wir haben ihn zum Bahnhof gebracht. Back to Totnes.

Jetzt Einfach MachenJetzt hat der Rob Hopkins ein neues Buch auf den Markt gebracht, dass das Wesentliche jeder Transition Town Bewegung auf den Punkt bringt:

Wartet auf Nichts, schon gar nicht auf die Politik. Macht Jetzt…das wahrscheinlich bald überlebensnotwendige.

Es gibt wirklich bereits viele Menschen auf dieser Welt, die die Zeichen der Zeit verstanden haben und beginnen, lokal zu handeln nachdem sie das globale Problem der Abhängigkeiten begriffen haben.

Einfach lesen, sich inspirieren lassen und…M A C H E N!

Weite Energie tankenWir müssen doch was machen! So geht es nicht weiter! … und:

There is nothing to do and  nowhere to go. (ZEN teaching)

Aussagen dieser Art sind nicht leicht zu begreifen – und wenn man etwas nicht gleich versteht, kann schon mal leicht Ungeduld aufkommen.-Dilemma!

Und was bedeutet dann Kompetenz – und was kann man bei Resilienz trainieren und vor allem: WIE?

Was wir unter Resilienz verstehen und wie unsere Arbeitweise ist, lesen Sie bitte hier.

Lebenskraft, Daseinsfreude: Kriegsfamiliengeschichte als Ressource nutzen.

Eine biografische Gesprächs- und Schreibwerkstatt für Kriegsenkel

30. Mai bis 1. Juni 2014, Stiftung ÜberBrücken Berlin

Das Erbe des II. Weltkrieges wiegt noch immer schwer: Für die Opfer, die überfallenen Nationen, für Europa und die beteiligte Welt. Für uns Nachkommen derer, die diesen Krieg in Deutschland als Kinder oder Jugendliche miterlebt haben, erweist sich die Erbschaft als auf besondere Weise ver-trackt: Aufgewachsen mit Schweigen, Scham und Schuld, mit zum Teil in die Wohlstandswatte der 1960er Jahre gepackten Erinnerungs-Trümmern und mal schemenhaften, mal grell offenkundigen Familientraumata, versuchen wir, uns ein Bild zu machen von uns selbst als „Kriegsenkel“. Wir versuchen zu begreifen, was uns mitgegeben wurde, und was wir daraus gemacht haben.

In dieser Gesprächs- und Schreibwerkstatt gehen wir dieser Spur mit einem Ressourcenblick nach: Wie können wir das Vermächtnis unserer kriegsbeschädigten Familien als Kraftquelle begreifen und nutzen? Wo hat uns dieses Schicksal mit speziellen Sensibilitäten und Fähigkeiten ausgestattet? Wie lassen sich Schwächungen in Stärken übersetzen?

Impuls für den achtsamen Austausch und das biografische Schreiben an diesem Wochenende ist nicht nur der Blick zurück. Uns ist bewusst, dass Gegenwart und Zukunft unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Und so leitet uns der Wunsch nach Versöhnung mit dem Gestern, damit wir uns endlich mit ganzer Lebenskraft dem Heute und dem Morgen zuwenden können.

Anregungen aus dem kreativen Schreiben, der Biografiearbeit und philosophischer Dialogpaxis erleichtern das Erinnern und in-Worte-Fassen. Vorkenntnisse braucht es nicht (es gibt keine „Noten“ für Geschriebenes!). Was es sehr wohl braucht ist die Bereitschaft, sich in einem geschützten Rahmen heiklen Themen zu stellen – kühn und ernsthaft. Und mit Humor.

Hier geht es zum Angebot.

Weite hilft beim DenkenLeb`wohl mein Hirn, nimm Abschied und gesunde. In Anlehnung an Hermann Hesse, der ja das Herz meint und nicht das Hirn, wäre das doch ein super Neu-Anfang. Leb`wohl mein Hirn – heißt: wir treten in den Zustand des Nicht-Wissens ein…und setzen uns der Situation, was immer wir gerade an Möglichkeit dafür vor uns haben, einfach aus – und vertrauen auf die Weisheit der Vielen.

Kein down loading mehr, keine Experten-Zuflucht, kein Schuldigen suchen, sondern Abschied von alten gewohnten Denkmustern. Leer machen den müden, rastlosen Geist, wieder lernen vollkommen neu hinzusehen, frisch, überraschend, neugierig sein. DAS IST NICHT LEICHT – und doch möglich. Jeder Meditationsanfänger versucht das.

Der denkende Verstand hat die Effizienz auf die Spitze getrieben – aber an dem Punkt machen wir – kollektiv gesehen – nur noch Verluste. Die Kunst der Zukunft wird es wohl sein, bei voller Fahrt den Motor auszuwechseln. Nur resilente Systeme können da mithalten. Und seit der Entdeckung der Neuroplastizität des Gehirn und der Aussendung neuroplastischer Botenstoffe, die aber nur im Zustand emotionaler Erregung und Begeisterung unterwegs sind, wünsche ich Ihnen, dass da noch was geht – das Ihnen etwas unter die Haut geht. Ein Engagement, wo Verbindung in Freiheit möglich ist und wodurch Sie spät abends kreativ erschöpft und energiegeladen einschlafen – und sich auf den nächsten Tag und die damit verbundenen Aufgaben so freuen, dass krank sein jenseits Ihrer Vorstellungskraft liegt.

Wie bringt man also Effizienz und Resilienz in Balance? – Nichts für Menschen, die gewaschen werden wollen ohne nass zu werden. Die nass und dabei glücklich werden wollen schauen bitte HIER und HIER.

Zum Schluss eine kleine Inspiration von Milton Erickson:

“Nicht was wir nicht wissen, macht uns Sorge, sondern das, wovon wir wissen, dass es nicht so ist. Was wir wissen, ohne zu wissen, dass wir es wissen, das macht uns noch viel mehr Kummer.”

Kollektive Hypnotherapie – natürlich eine andere als, die wir durch Infotainment (Neil Postman) schon haben – könnte ein gangbarer Weg zur Lösung der Weltprobleme sein. Wäre das nicht etwas für die Denker in Davos?

Schröpfen ist auch ein  WegWie korrigiert man falsche Wege? Nicht nur die von Einzelnen…sondern von Millionen?…Klingt es verrückt genug, um es für wahr zu halten oder spüren Sie die inneren Widerstände massiv aufsteigen?…Gut so!

Erfindergeist, Phantasie, Kreativität, Vorstellungskraft wird über Ihre Zukunft entscheiden. Noch nicht viele Unternehmen wollen das wirklich wahrhaben, obwohl sehr viele auf allen Kanälen davon reden. Schein und Sein ist noch nie deckungsgleich gewesen. Diese Täuschung ist so eine Art Tarnung auf Zeit. Wenn es alle machen, muss es ja richtig sein. Zu Viele sind aber leider davon überzeugt, dass Effizienz-Streben und Optimierungswahn Zukunft generieren könnte. Dazu kommt noch die Unzufriedenheit mit den praktizierten Innovationsprozessen: dauert zu lange, die gelebte Unternehmenskultur vermeidet Risiken, Entscheidungsschwäche, in welche Ideen man Geld investieren soll…uvm.

Dabei ist Erfinden, Entwickeln dem Wesen nach ein chaotischer Prozess – und Teil unserer wahren Natur. Die Frage nach mehr Struktur und berechenbarer Sicherheit zeigt die “Unreife” des Systems für wesentliche Innovation, die den Namen wirklich verdient. Das gilt für soziale Innovationen wie für Produkte. Was also kann da hlifreich sein?  – Spielen geht doch anders! Wer geht denn morgens ins Unternehmen, um zu spielen? Die Kinder werden vorher im Kindergarten abgesetzt, um zu spielen. Logisch. Aber selbst…? Business ist doch eine ernste Sache – und macht vielen Menschen mittlerweile Angst. Die sozial-psychologischen Studien sprechen eine klare Sprache. Kreativität geht so ganz sicher nicht. Sieht nach einem echten Dilemma aus.

Da fällt mir der lustige Satz ein: Vision ohne Aktion ist Halluzination. Und dafür ist ja bekanntlich der Arzt zuständig. – Wer mit dem Mantra im Kopf rumläuft, dass Eigennutz rational sei, der hat noch nicht viel verstanden. Die Zukunft braucht das WIR, nicht das ICH, ICH, ICH. – Tja…und an dieser Stelle rächt es sich jetzt, dass die Seele in den letzten Jahrzehnten systematisch aus den Lehrplänen herausgewirtschaftet wurde. Wie also kann man sogenannten Wirtschafts-Eliten etwas vorwerfen, wenn sie doch nur konsequent abliefern, was sie gelernt haben?

In welchen Lehrplänen steht denn philosophische Grundlagenforschung, Selbsterfahrung, Achtsamkeitstraining, Meditationserfahrung, Entwicklung von Mitgefühl, sytemisches Konsensieren als Entscheidungsfindung, Mediation als Konfliktklärung für Win-Win-Lösungen, Ethik als Haltung, Design Thinking als Methode der gemeinsamen, integralen Entwicklungen von Lösungen, Social Entrepreneurship, Aufgabe der “the winner takes it all Einstellung” wegen Untauglichkeit uvm.?

Neues Wirtschaften ist eine Kunst, die Bewusstsein erfordert, will sie Menschen zum leuchten bringen und auf diese Weise die gesamte Welt für die nachfolgenden Generationen in lebenswerter Qualität zu erhalten.

Seien Sie also diese Jahr konsequent bis radikal und disziplinieren Sie sich zu Neuem – anderem – Denken und Handeln.

Lotus aus dem SchlammMoralische Grundlagen sind die Basis eines spirituellen Lebens. Aber ebenso die Basis von Führung, Beziehungen und jeder nur erdenklichen Form von geschäftlichen Kontakten und Transaktionen. Daher lohnt es sich Grundbegriffe zu verstehen und Tugenden und Werte für sich zu klären. – Ausserdem können sie sich im Laufe des Lebens verändern.

“Grosse Einsichten erlangen zu wollen ohne eine Grundlage in moralischem Verhalten zu haben, ist so als würden wir uns wahnsinnig anstrengen über einen Fluss zu rudern, ohne das Boot vom Ufer loszubinden.” (Östliche Weisheit)

Es sagt sich oft so leicht dahin: folge deinem Herzen. Aber wer sagt das… und wer folgt? Mit einer gewissen Lebenserfahrung kann ich darauf antworten: Wer seinen Herzen folgen will, muss es schulen…trainieren. Und das bedeutet in der Kurzvariante: mache ich Menschen stark, das sie leuchten, strahlen und vor Kreativität sprühen oder halte sich sie klein und abhängig…durch ein Übermass an engmaschiger Kontrolle? – Vertraue zuerst dir selbst. Liebe und akzeptiere dich zuerst selbst. Dann erst klappt das auch mit anderen. Und zwar nur so…in dieser Reihenfolge. Das ist die Aufgabe!

Wer Mensch stark macht für ihre Aufgaben und Ziele, der kann mit einem grossen Vertrauensvorschuss ins täglich Rennen gehen. Vertrauensvoller Umgang schafft verlässliche und belastbare Beziehungen.

Sprich von Herzen, höre mit dem Herzen…höre genau zu. Es braucht Jahre das zu lernen – der eigene Geist ist sehr trickreich und schiebt immer wieder vorschnelles (Ver-)Urteilen, Geplapper und langweilige Assoziationsketten dazwischen. Der Verstand braucht die Herz-Intelligenz für eine Entscheidung in guter Balance – und um vertrauen zu können.

In welcher Gesellschaft willst du leben? Wie soll sie in Zukunft sein?

In diesem Sinn allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen gesunden Start in das Neue Jahr 2014.

Zu Ihrer Inspiration und zum weiteren Nachdenken heute dieser Beitrag:

Klarheit. Mut. Augenmaß. Fairness. Gerechtigkeit. Neuroplastizität verstehen. Echtheit. Dienen. Ehrlichkeit. Liebe. Effektivität. Oneness. Inspiration. Andere statt Selbst. Bodhisattva. Bodhicitta. Mitgefühl. Achtsamkeit. Dankbarkeit. Sowohl als auch statt entweder oder. Freiheit im Kopf. Flexibilität. Sterblich sein wollen.

Jede bewusst praktizierende Führungskraft in Ihrem Unternehmen sollte zu jedem Begriff eine Haltung haben.

Albert Einstein wird folgende Aussage zugeschrieben:

Wir sind Teil jenes Ganzen, das wir das Universum nennen, und es ist eine Täuschung unseres Geistes, wenn wir denken, wir seien voneinander getrennt. Dieses Getrenntsein ist wie ein Gefängnis für uns. Unsere Aufgabe muss es sein, den Kreis unseres Mitfühlens so weit auszudehnen, dass wir uns mit allen Menschen und Dingen verbunden fühlen.

Das ist der Grund, warum Lösungen auf einer anderen – höheren -Ebene liegen müssen, als auf der, die sie verursacht hat.

Buchen Sie unser Labor für Morgen und finden Sie gemeinsam mit uns heraus, wie ein guter Weg für Anliegen geht. Werte, Leidenschaft und eine neugierig offene Haltung bringen Sie bitte mit. Flow entsteht dann beim TUN.

In dem bemerkenswerten und mit Sicherheit sehr gründlich recherchierten Buch des polnischen Historikers Jan M. Piskorski Die VerjagtenFlucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts steht auf Seite 22 ein schwergewichtiger Satz: “Alle, die dank des historischen Zufalls sicher in warmen Häusern wohnen, die Hunger, Angst um die Nächsten und ständige Flucht nicht kennen, sollten sich vergegenwärtigen, dass wir alle potentielle Flüchtlinge sind. Flüchtlinge darf man niemals an den Ort zurückschicken, den sie verlassen haben. Dieser fundamentale Grundsatz der Menschlichkeit wird in Europa immer noch nicht genügend berücksichtigt.”

Das sitzt – und während Boat People gerade vor Lampedusa tot aus dem Meer gefischt werden, der neue Papst findet, dass Europa sich für seine Asyl- und Flüchtlingspolitik schämen sollte, leben Millionen Menschen seit über 60 Jahren in Deutschland und überall in Europa mit Erfahrungen und Erinnerungen aus ihrer Kindheit, die ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder auf unterschiedlichste Weise geformt und geprägt haben. Die Jahrgänge `33 bis `45 nennt man in der Forschung Kriegskinder – eine Kindheit in  Deutschland während des Krieges und in den Ruinen gegen Ende und danach.

TrümmerkindheitDas soeben erschienene Buch von Kathleen Battke Trümmerkindheit – Erinnerungsarbeit und biografisches Schreiben für Kriegskinder und Kriegsenkel ist aus sechs Jahren praktischer Arbeit in vielen Seminaren und Schreibwerkstätten hervorgegangen. Erinnerungen und Erfahrungen – oft lange verdrängt, unbewusst und kaum beachtet und gewürdigt – werden durch die Methode des biografischen Schreibens ans Licht gebracht und bezeugt, entfalten sich auf diese Weise als wesentliche Ressourcen für das Leben im JETZT und für die Gestaltung einer freudvollen Zukunft.

hier ein paar erste Reaktionen von Lesern auf das Buch :

…Nachdem ich mein bestelltes Buch abgeholt hatte, war ich vor allem am Vorwort  interessiert und an den Geschichten der Kriegskinder – manche las ich zweimal. Ich war sehr beeindruckt und tief berührt. Heute habe ich deine Einleitung zum Schreiben gelesen und empfand dasselbe. Alles um mich herum verschwand wie nicht existent, so nah war mir alles, was du zusammengetragen hast…

…Meine Gefühle reichten über Dankbarkeit, Freude, Neugier, Erschrecken, Stolz bis zu Tränen und Mitleid. Du hast es sehr, sehr gut gemacht. Ich habe mich in dem Buch wirklich wiedergefunden. Es ist “mein” Buch. – Mein Erschrecken machte sich an der Tatsache fest, mich öffentlich gemacht zu haben. Das war mir natürlich vorher wohl bewusst und auch so gewollt. Nun steht ein Teil meiner Geschichte schwarz auf weiß in einem Buch und geht in die Welt. Das hat natürlich noch eine besondere Qualität. Nach dem kurzen Schreck spürte ich Genugtuung und Freude. Ja, ich darf das Verschwiegene sichtbar machen. Es ist mein gutes Recht. – Das Buch unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den zu diesem Thema schon publizierten Büchern. Für mich ist es die notwendige Fortsetzung und Erweiterung dieses Themenkreises, weil es dadurch, dass der Schwerpunkt auf der Anleitung zum biografischen Schreiben liegt, die Möglichkeit aufzeigt, aktiv selber etwas für die eigene Entwicklung zu tun. Es regt dazu an nicht nur das Erlebte und Erlittene aufzuschreiben, sondern die Auswirkungen dessen über die eigene Person hinaus auszuloten…

…Dein Buch berührt mich sehr, ich habe noch nicht alles gelesen, doch das Thema berührt mich natürlich in der Tiefe meines Seins, und die Geschichten der Menschen … Ich bin Dir so sehr dankbar für Deine Arbeit und das Veröffentlichen des Buches. Aus meiner Sicht eine wirkliche Heldinnentat…

…Inzwischen habe ich mich intensiver mit Deinem Buch beschäftigen können – ich finde es wunderbar, sehr inspirierend und Lust machend, in die eigene Lebensgeschichte einzutauchen und mit dem Schreiben zu beginnen…

…Ich empfinde dein buch als höchst inspirierend, deine haltung wirklich als zurückgenommen geburtshelferisch, entspannt, aber entschlossen motivierend und ermutigend. viele spürbar selbst erprobte tipps & tricks. – sehr erhellend war für mich auch die einbettung dieser art der biografie-arbeit in seinen historischen zusammenhang. es war mir nicht klar, dass es bis in die achtziger gebraucht hat, bis es den gesellschaftlichen konsenes gab, das ns-regime in allen seinen auswüchsen abzulehnen und zu verurteilen. ich kann das garnicht anders denken und weiß natürlich, dass es (auch heute noch) andere gibt, die diese ansicht nicht teilen. dass diese vergangenheit aber erst so spät gesamtgesellschftlich so bewertet wurde, das hat mich doch erschüttert. ja, hier verbindest du nachvollziehbar und positiv lehrreich das allgemeine mit dem individuellen dieses ganzen themas. für mich ist dein buch in vielerlei hinsicht bewegend, aufklärend und inspirierend. danke! ich bin gespannt, was es im lauf der zeit und bei wiederholte lektüre bewirkt!…

…die ersten 50 Seiten: selten in anderer Literatur fand ich so viel an Richtigem, Wichtigem, Dichtem.



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