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Mein ZukunftsCommittment… mit mir selbst!

Was ist meine Lebensaufgabe? Und wie kann ich sie auch beruflich kraftvoller verwirklichen?

Ein autobiografisches Denk- und SchreibLabor für Frauen in FührungsVerantwortung

Viele Menschen wissen nicht, warum sie ihr sogenanntes Ziel auf eine vorgegebene Weise verfolgen sollen. Man sagt: wer kein WARUM hat, dem fehlt die entscheidende Kraft zur Größe. Aha.

!Um etwas wirklich NEUES zu schaffen, muss es mir gut gehen. (Es ist überwiegend ein Mythos, dass Not erfinderisch macht.) Und nicht nur mir – auch dem Team und dem systemischen “Rest”. – Es ist mit Sicherheit ein interessantes Forschungsgebiet, Umstände zu beschreiben, die Menschen gemeinsam in einen Zustand herausragender Kreativität versetzen – wenn innere wie äußere Räume sich bis ins für unmöglich gehaltene ausdehnen. Innovationsforschung boomt.

In solchen Momenten – und die sind in unserer Kultur sehr, sehr selten, beschreiben Menschen ihre Gefühle mit: coming home. ( Ich hab`s erlebt, ich weiß wovon ich spreche.)

Es ist doch möglich, dass FLOW-Erfahrungen von der menschlichen Evolution als wahres Ziel, als unsere Bestimmung vorgesehen sind…und dass deshalb, weil die meisten Menschen eben nicht dort sind – noch nie dort waren – Burn out Phänomene dramatisch zunehmen? Wir sollten unsere Identitäten dringend über- bis neudenken.

Das schöpferische Bewusstsein hat dafür einen machtvollen Verbündeten: unsere Vorstellungskraft. Das ist Neuroplaszidität in Aktion. Crasy Wisdom auf tibetisch. Daher gibt es wirkliche Innovation nur dort, wo es Freiheit gibt.

Wie steht es im Rulebreaker Manifest: Innovation entsteht nicht durch Prozess-Optimierung – Innovation entsteht durch Menschen. Und …ohne Empathie füreinander geht gar nichts. Interdisziplinär sowieso und…absichtslos in Achtsamkeit und daher offen für den Moment.

P.S.: Salutogenese ist die Lehre davon, wie man gesund bleibt. Kohärenz immer wieder herstellen zu können bedeutet, Selbstwirksamkeit erzeugen zu können. Der höchste Grad an Zufriedenheit und Glück, die man erreichen kann. Meditation hilft dabei. Üben, Üben, Üben…

Unser Labor für Morgen ist der Ort dafür.

Matthieu Ricard GlückMindful Nation Germany? Das wäre doch eine Antwort…

Jon Kabat-Zinn war Anfang des Jahres in Davos, Schweiz, um auf dem Weltwirtschaftsforum für internationale Manager die Meditation anzuleiten. Im Anschluss schaute er beim Schweizer Fernsehen vorbei – Sternstunde Philosophie heißt die Sendung und ließ sich eine Stunde befragen. Dabei berichtete er von Mindful Nation UK.

Ganz Europa diskutiert die Flüchtlingskrise, die Briten wollen angeblich mit der Europäischen Union nichts mehr zu tun haben (Brexit) aber im Hintergrund läuft in England eine Initiative, die uns alle erstmal zum Staunen bringen sollte. The Mindfulness All-Party Parliamentary Group was set up to:

  • review the scientific evidence and current best practice in mindfulness training
  • develop policy recommendations for government, based on these findings
  • provide a forum for discussion in Parliament for the role of mindfulness and its implementation in public policy.

Im Oktober 2015 ging also die Mindfulness Initiative an den Start und Jon Kabat-Zinn hat das Vorwort dazu geschrieben – und sie sicherlich auch mit entwickelt.

Die erstmal identifizierten Arbeitsgebiete, in denen Mindfulness richtig zur Wirkung kommen soll, sind:

  • Health
  • Education
  • Workplace
  • Criminal Justice System

Über 40 Jahre Forschung in Amerika, Europa, Tibet muss ich ja eigentlich nicht erwähnen, denn da ist the mother of mindfulness zu Hause, haben dazu geführt, dass Regierungskreise und Parteien sich intensiv und ernsthaft mit den Wirkungen von Achtsamkeit auf Menschen und Prozesse beschäftigen. Viele Namen wären in diesem Zusammenhang zu erwähnen – Kabat-Zinn ist mit Sicherheit ein einflussreicher Vertreter. Seine Stress Reduction Clinic, das weltweit praktizierte MBSR Programm, haben genug Evidenz angesammelt, um zu überzeugen. In Zusammenhang mit dem Mind Life Institut kommt da eine stille Revolution der Denkart daher.

Es gibt soviel powervolle Erkenntnis, solch wunderbare Methoden und vor allem phantastische Menschen voller Mitgefühl und Güte, die das Beste für alle leidenden Wesen wollen, auf diesem Planeten – es ist die Zeit gekommen, ihnen zuzuhören.

Resilienz denken

IMG_0911Wie sagte Immanuel Kant: Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie. – Danach kam Hegel und sagte: Wenn die Wirklichkeit nicht mit meiner Theorie übereinstimmt, um so schlimmer für die Wirklichkeit. – Der Mann wußte sein eigenes Denken noch zu schätzen. Damit sieht es heutzutage flächendeckend etwas leichter bekleidet aus. Ein Dilemma? Mal sehen.

Resilienz denken. 1te Annäherung.

Was könnte unternehmerischer Erfolg in Zukunft sein? Wenn KundenNutzen und WeltZiele im Angebot kombiniert werden.

Ich möchte das Buch von Karsten Drath Resilienz in der Unternehmensführung für meine erste Annäherung benutzen. – “Das Konzept der Resilienz ist wahrscheinlich die Schlüsselkompetenz für Führungskräfte in der heutigen Zeit.” So Dr.Stefan Seiss in einem der vielen hochkarätigen Vorwörter des Buches. Er macht auch deutlich, dass Karsten Drath seit zwei Jahren sein Coach ist und das Executive Resilience ein ganzheitlich-persönlicher Arbeitsansatz ist, den er wohl selbst durchlaufen hat. ( Das hochkarätige Führungspersönlichkeiten und Entscheider sich als “Coaching-Bedürftig” outen, lese ich sehr selten – aber es ist für mich als Coach und Mediator wohltuend zu lesen, weil es auf höheren Etagen aus vielfältigsten Gründen dringend nötig ist, sich einen geeigneten Coach als SparringPartner zu suchen. Stichwort: Die Einsamkeit an der Spitze.) Resilienz kann u.a. im ersten Entwurf so beschrieben werden: zwischen Widerstand und Anpassung die Balance zu suchen und herstellen zu können. Klingt einfach ist aber ein sehr komplexer Vorgang – sofern es überhaupt gelingt. Wie sagt der Nobelpreisträger Daniel Kahneman: Mangelnde Selbstregulation ist die gravierendste gesellschaftliche Krankheit unserer Zeit. – Von Selbstführung ist also die Rede – denn wenn sie dabei Schwierigkeiten haben, wie wollen sie dann andere führen oder Vorbild sein…und damit sind wir mitten drin in den Fragen zur Resilienz. Weiterlesen »

IMG_0900Schwäbisch-Gemünd 17. Januar 2016. Neujahrsempfang der Gleichstellungsbeauftragen, Frau Heer, und des Bürgermeisters Richard Arnold für sozial engagierte Frauen. Der Saal war gefüllt mit 400 Frauen – ein paar Männer waren auch darunter. Die Biografin und Resilienzforscherin Kathleen Battke, Zukunftspioniere GbR, war für die Keynote eingeladen. ” Ihr werdet was erleben – wie Frauen Schwieriges meistern” war das gewünschte Thema. – Gerne. Tolles Thema für einen Jahresauftakt, dachten wir. – Seit 10 Jahren sammeln wir Erfahrungen mit resilienzfördernden Prozessen bei Menschen und Organisationen. Daher sind wir auch bereit – immer wieder – Menschen etwas zuzumuten. Die Komfortzone etwas dehnen – die Zumutung fängt beim Hören an…bleibt vielleicht sogar in den inneren Welten hängen und formiert eine eigene Frage.

Höhepunkt war eine kurze Lesung aus dem neuen Buch Ascheperlen. Im Saal war es total still. Es war ein kurzer Text von Lise Weill: Zeugen-Worte, über ihren Besuch in Auschwitz-Birkenau. – Eine Frau links hinter mir hat Tränen in den Augen. Wie sich im Nachgespräch herausstellte, dachte sie beim Hören an ihre Mutter. So ging es wohl vielen. – Danach direkt zum Zug. Enger Zeitplan. Leider fiel der Zug aus. Sonntag 40 km außerhalb von Stuttgart ist für die Bahn Provinz. Natürlich sollten Resilienzforscher kommunikativ sein, heißt: Am Bahnhof trafen wir auf Leidensgenossen. Solidarität und die nachträgliche Dankbarkeit der Gastfreundschaft fuhr uns nach Stuttgart HBF und wir bekamen pünktlich unseren Anschluß. – Ach ja – Stuttgart 21. Alles Baustelle. Gottseidank war Sonntag.

IMG_0375Wir wünschen euch allen ein frohes und glückliches Neues Jahr 2016!

In der Silversternacht saßen wir um das Feuer und sprachen über Muster des Gelingens. Über uns der Sternenhimmel und die Runde befand sich mitten im Council. Council ist eine uralte Form des Kreisgesprächs mit sehr einfachen Regeln: höre, lausche auf die Tiefe der Worte, sprich aufrichtig von Herzen, versuche in einen Zustand des Nicht-Wissens zu kommen. Council wird auch der Kreis der Wahrheit genannt und was gesagt und gehört wird bleibt vertraulich. Außerhalb des Kreises wird nicht über Inhalte gesprochen – es sei denn, dringende Anliegen erfordern eine Erlaubnis dazu. – Diese Regeln haben einen tiefen Sinn – nur so entfaltet ein Kreis seine Energie und Kraft.

Wir sprachen also über Muster des Gelingens, unsere persönlichen Erfahrungen damit, über neurobiologische Erkenntnisse, über unterschiedliche spirituelle Erfahrungen, über Aufträge im Neuen Jahr, über Resilienzforschung und Biografie-Arbeit, über unser neues Buch Ascheperlen und die Erfahrungen aus unserem Auschwitz-Retreat letztes Jahr, über Lern- und Verhaltensforschung, über die neusten Ice-Breaker Methoden der Zukunfts-Moderationsforschung, über Design Thinking und den Flow der Teamarbeit, über Entrepreneurship und Geschäfts-Modell-Entwicklung, welche Bedürfnisse in Zukunft wirklich gebraucht werden…zwischendurch wurden schöne herzwärmende Lieder gesungen und ein guter Rotwein getrunken und dann war er da…der seltene und kostbare Moment in Menschengruppen…und ich hatte das Gefühl, dass es alle bemerken und es deshalb so still wurde im Kreis, dass nur vereinzelte Knallkörper zu hören waren und das Rascheln des Windes in den Bäumen…der Moment der Erkenntnis oder der Einsicht, dass auf diese freudvolle und zugewandte Weise, durch Respekt und Würdigung der einzelnen Beiträge, durch Sympathie und leidenschaftliches Engagement in der jeweiligen Sache…vielleicht nur so…die Grundlage für Durchbruchs-Erfahrungen, für wirkliche Transformation entstehen kann. Das ganze System war in einem Raum – unter freiem Himmel, unter Sternen und…von Herzen verbunden und zugewandt.

Wir wünschen euch allen in diesem Jahr kostbare Momente in Gemeinschaft dieser Qualität. Die Energie, die so erzeugt wird, kann die Welt zu einem besseren Ort machen – auf jeden Fall unser eigenes Leben!

 

 

Eine biografische IntensivWerkstatt für ÜberlebenskünstlerInnen…und die, die es werden wollen

Samstag 20. + Sonntag 21. Februar 2016
in der Stiftung ÜBERBRÜCKEN Berlin

Wir Menschen streben nach Sinn im Leben – persönliche Antworten auf die Fragen nach dem Warum und Wofür sind der Schlüssel zur Mobilisierung der Überlebenskraft in extremen Situationen. Ohne das Vertrauen, dass es ein lohnenswertes Ziel in der Zukunft des eigenen Lebens gibt, kann unser Wille zum Leben physisch, emotional und spirituell verloren gehen.
Verlusterfahrungen stehen in einem direkten Wirkungszusammenhang mit persönlicher Gesundheit und Sinnsuche. Mittlerweile ist belegt, dass das Sprechen über eigene Belastungen, mitfühlendes Zuhören und Gehört-Werden sowie biografisches Schreiben als kreative Reflexionskunst eine heilsame Wirkung auf das Immunsystem haben.

In dieser zweitägigen IntensivWerkstatt gehen wir dieser Spur mit einem Ressourcenblick nach: Wie können wir unsere Verletzungen als Kraftquelle begreifen und nutzen? Wo hat uns dieses Schicksal mit speziellen Sensibilitäten und Fähigkeiten ausgestattet, die unsere Resilienzkräfte stärken? Wie lassen sich Schwächungen in Stärken übersetzen?
Impuls für den achtsamen Austausch und das Schreiben an diesem Wochenende ist nicht nur der Blick zurück. Uns ist bewusst, dass besonders Gegenwart und Zukunft unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Und so leitet uns der Wunsch nach der Integration von Belastendem aus der Vergangenheit, damit wir uns endlich mit ganzer Lebenskraft dem Heute und dem Morgen zuwenden können.
Anregungen aus Resilienz-Forschung und Biografiearbeit sowie kreativem Schreiben erleichtern das Erinnern, das Imaginieren und in-Worte-Fassen.
Vorkenntnisse braucht es nicht. Was es sehr wohl braucht ist die Bereitschaft, sich in einem geschützten Rahmen heiklen Themen zu stellen – kühn, ernsthaft, ehrlich. Und mit Humor.

Zur Anmeldung

Mindful Coaching

Stupa-in-Samye-Ling_300Großes Denken wird immer aus Krisen entwickelt. – Viele Menschen aus den unterschiedlichsten Disziplinen haben das in vielen Jahrhunderten vor uns erkannt, gesagt und hervorgebracht. Die Krisen kamen trotzdem immer wieder. – Ich kenne viele Ansätze und Wege, die versuchen an den “Kern” des Problems, des blind spot, mit ihren Methoden vorzudringen.( Spirituell-kontemplative Praktiken, Meditation, Theory U u.v.a.) Als blind spot versteht man den “Ort”, von wo aus unsere Handlungen, zb unsere Entscheidungen, als Impuls oder Intention ausgehen – mehr oder weniger bewusst. Die Komplexität dieses Synapsen-Klapperns ist mit wenigen Sätzen weder zu erklären noch angemessen zu beschreiben. Es geschieht trotzdem, täglich millionenfach. Nennen wir es der Einfachheit geschuldet: Gewohnheiten. In Jahrtausenden entwickelt, erprobt und zeitlich immer mal wieder angepasst. Ein richtig guter Überlebensmodus. – Einfach gesagt: je besser wir uns selbst verstehen, desto besser kommen wir mit dem Verhalten anderer klar. Und: wir wissen alle, wir schwer es ist, Gewohnheiten zu verändern.

(Die Hummel weiß wahrscheinlich auch nichts über die Gesetze der Termodynamik – und fliegt einfach los.)

Die Entwicklung und Kultivierung von Achtsamkeit kann ein radikaler Lösungsansatz für dieses blind spot-Dilemma sein. Als Coach weiß ich um die Bedeutung von Präsenz und Committment in der Beziehung zu meinen Kunden und dass diese Haltung für die Qualität gut laufender Prozesse verantwortlich ist. Daher ist es nicht leicht, Mindfulness oder Achtsamkeit zu definieren, es Menschen zu erklären, die die “Wirkung in Präsenz” noch nicht erlebt haben. Weiterlesen »

Der Entrepreneur als ÜberLebenskünstler

Gute FRAGEN sind oft wichtiger als Antworten, denn sie regen zum DENKEN an. Los geht`s:

Wozu dienen Konflikte? Wozu dienen Lösungen?

Kommt systemisches Denken immer vom Warum zum WOZU?

Ist das WOZU gleich SINN?

Was bringt durchschlagende Wirkung?

Ist Mediation das Beste für Entscheidungen und Nachfolge im Konsens?

Wie kommt man von Erstarrung in eine weite Perspektive?

Unterschiede entscheiden…was passiert da genau im Hirn?

Was genau bedeutet wesentlich werden?

Ist Dampf ablassen immer gut?

Wie und wo lernt man WahrnehmungsIntelligenz?

An den Rändern tanzen… führt das automatisch ins Zentrum?

Öffnet Musterbrechung immer den Zugang zu den eigenen Ressourcen?

Kann Transformation eine Kompetenz sein?

Was sind heute im Kopierzeitalter Wettbewerbsvorteile mit längerer Zukunft?

In welchem Rythmus sind Geschäftsmodell-Innovationen zu überprüfen?

Ist die Position des First Mover für junge Leute wirklich noch interessant?

Liegt in der Traumatisierung wirklich eine Ermutigung?

Führt konsequente Resilienz zur Salutogenese – oder ist es umgekehrt?

Wo liegt die Wahrheit bei oder in einer paradoxen Intervention?

Wie sieht man auf Probleme aus der Haltung des Nicht-Wissens?

Sehen gute Lösungen das “Problem” aus der Zukunft?

Braucht man für mehr zukunftsorientiertes Wachstum komplexere Organisationen oder recht gute Führung?

Denken Frauen und Männer grundsätzlich anders über Werte in unsicheren oder ungewissen Zeiten nach?

Sind innere Bilder kooperationsfähig?

Zeigt gutes Gelingen sich erst im Ergebnis oder bereits im Prozess?

Wie sieht die Pflege alter Menschen in Deutschland in 50 Jahren aus?

Sind geniale Zukunfts-Lösungen nur noch als Teamleistung möglich?

Wäre dann interdisziplinäres Design Thinking alternativlos?

Kann ein unstrukturierter Haufen Informationen bereits Wissen sein?

Kann man heutzutage überhaupt noch Teams führen ohne Weitsicht, Humor und Bescheidenheit?

…ad infinitum ist weiterfragen lustvoll möglich.

Strassenretreat Tel AvivUnter dem Titel “Dem Elend standhalten” hatte medico international in Frankfurt am Main am 05. Juni 2015 zu einer Abendveranstaltung eingeladen. Der Saal war wohl vollbesetzt. – Im Wesentlichen ging es um die Situation in Griechenland und die Folgen für die Demokratie in Europa. – Das Stiftungssymposium kreiste in mehreren Vorträgen um grundsätzliche Fragen: Widerstand oder Anpassung? Haben wir es mit einer “Privatisierung der Lebensführungs-Risiken” zu tun? Ist dies das Ziel einer leoliberalen Politik…die letztendliche Verantwortung für ein gelingendes Leben absolut in die Hände des Einzelnen zu legen, dh der Staat – konkret: die politische Verantwortung der Mandatsträger für das Schaffen dafür geeigneter Rahmenbedingungen – gibt – angesichts der realen Bedingungen der Welt – diese Zielsetzung, weil immer mehr Territorium verlierend, auf? – Außerdem waren die Veranstalter von medico der Ansicht, dass diese Tagung die erste interdisziplinäre Zusammenkunft sei, die sich kritisch mit dem Konzept und Begriff Resilienz auseinandersetzt.

Es lohnt sich auf die Website von medico international zu gehen und die Vorträge des Abends im download-Bereich zu lesen oder die Videos anzuschauen.

Hier herausgreifen möchte ich speziell den Blog-Beitrag von medico Geschäftsführer Thomas Gebauer: Das Paradox der Resilienz.

Seine These: das aktuelle Konzept der Resilienz als Allheilmittel und Wunderwaffe zur Krisenbewältigung stabilisiert genau jene Verhältnisse, die Krisen hervorrufen.

Meine Antwort: Es kommt immer auf die Haltung an. ( Wie heißt es doch: an ihren Taten werdet ihr sie erkennen…)

Wenn der Krisen-Rythmus sich beschleunigt – aufgrund global höchst dynamischer Interdependenzen – und Regierungen nicht mehr in der Lage wären oder sind, Vorkehrungen – das heißt politische Lösungen – für ihre BürgerInnen zu schaffen, bleibt denen nichts anderes übrig als resilienter zu werden. ( Die Lage in Griechenland dürfte – aus der Sicht der Menschen dort – wohl als anschauliches Beispiel konkret genug sein, um über alle Facetten gegenwärtiger und zuküftiger Resilienz nachzudenken!)

Dem Begriff der Resilienz würde das normative Konzept “durch aktive Gestaltung der Verhältnisse menschenwürdigere Lebensumstände zu schaffen und Gefahren zu minimieren” fehlen. Also implizite Wertvorstellungen als politischer Auftrag – diesen Fokus hat nach Thomas Gebauer das Selbstverständnis und die Praxis von Resilienz nicht. Diese Aussage zielt wohl auch etwas in Richtung Trendforscher Matthias Horx, der Nachhaltigkeit als Harmonie-Illusion verunglimpft und sowieso in den nächsten Jahren vom Begriff der Resilienz abgelöst würde.

Frage: wieso sollte ein Resilienz-Konzept per se hilflos gegenüber gewaltsam ausbeuterischen, kapitalistischen zerstörerischen Verhältnissen sein? Weiterlesen »

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