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Anfang Mai 2017 im Benediktushof bei Würzburg.  Es kommt ein Kreis aus Menschen zusammen, die in ihren Biografien eine Gemeinsamkeit haben, die sich aber individuell verschieden zeigt: ein transgeneratives familiäres Kriegserbe. Beruflich vertreten waren Ärzte, Juristen, Psychologen und eine Spezialistin für Interne Unternehmens-Kommunikation. -Das <Ziel<der mehrtägigen Schreib- und ReflexionsWerkstatt: im geschützten Austausch durch Biografiearbeit mögliche Wege (vielleicht Antworten) zu finden…wie Erinnern an Überlebenskräfte in belasteten Situationen ( zum Beispiel das transgenerative Erbe von Kriegs- und Nachkriegstraumata ) zur Ressource für eine Kraftvolle Gegenwart werden kann. Durch tiefgreifende Reflexion, kombiniert mit praktischen Resilienz-Übungen aus verschiedenen Weisheitstraditionen hatten alle Teilnehmenden eine entschleunigte, wohltuende Zeit mit sich selbst und anregenden Austausch im achtsamen Gespräch im Kreis. Für einige war klar, dass sie diese Art von Resilienz-Sensibilisierung mindestens zweimal im Jahr bräuchten, um die eigene Energie- und Achtsamkeitsbilanz zu klären. – Wir verstehen unsere Arbeit deshalb auch als moderne, zeitgemäße Seelsorge. ( Siehe Referenzen)

Save the Date: Vom 6.-9. Februar 2018 bieten wir im Benediktushof Resilienz für Kriegsenkel in Führungsverantwortung an. Sobald der Benediktushof das neue Programm auf der Website hat, legen wir einen link drauf.

Die Vereinten Nationen rufen den heutigen Tag als Glückstag aus. Macht ja auch Sinn, denn heute ist Frühlingsanfang.

Auch hier hast du wieder die Wahl: Glücksforschung als seriöse Wissenschaft betrachten...oder die Glückskekse beim Chinesen lesen und darüber schmunzeln.

Die Glücksforschung – speziell die Abteilung Positive Psychologie – hat mittlerweile Nobelpreis-Nieveau erreicht (Kahnemann) und sitzt mit den Erkenntnissen der Ökonomie im Nacken. Motto: die Wirtschaft hat die Aufgabe, die Menschen glücklich zu machen. ( Lache nicht – ist ernst gemeint!) Der Weg dahin ist natürlich noch lang – aber es gibt erkennbare Ansätze: es könnte hier eine lange Aufzählung folgen – oder du gehts zur Website www.gluecksucher.de

In diesem Projekt waren wir vor 14 Jahren schon auf der Suche nach der Glücksfähigkeit der Deutschen. Und wenn ich heute die geistige Linie der Erkenntnisse verfolge, so sind wir auf diese Weise in faszinierende Forschungsthemen hineingerutscht: Kriegskinder, Kriegsenkel, posttraumatisches Wachstum, Transgenerativität von Trauma, PTBS, Biografiearbeit und alle Fragen rund um Transition und Transformation.

Die Frage nach dem Glück ist breit aufgestellt – unbedingt inter- und transdisziplinär zu beantworten – und hat uns zur Resilienzforschung mit eigenem Ansatz geführt.

Letzten Freitag, 10.03.17 war ich zur Tiny House Pressekonferenz in Berlin. Für ein Jahr lang soll auf dem Gelände des Bauhaus-Archiv ein Campus aus ca. 20 mobilen Tiny Houses als künstlerisches Experiment entstehen und geforscht werden soll über Bildungs- und Baukultur der Zukunft.

Fragen

Wie gestalten sich Nachbarschaften in immer schneller wachsenden Städten einer Einwanderungsgesellschaft?

Wie muss sich vor solchen Fragen die Lehre verändern– beruflich und wissenschaftlich gesehen – um den gegenwärtigen und vor allem zukünftigen Herausforderungen gerecht werden zu können??

Wie kann in der Stadt das Konzept einer 100.- Euro Wohnung als kleinste Wohneinheit realisiert werden?

Veranstaltet wird dieses experimentelle Labor von der Tinyhouse University, ein Berliner Kollektiv aus Gestaltern, Bildungsaktivisten und Geflüchteten. (siehe Kiron University )

In den kommenden Monaten sollen weitere Akteure in Tiny Houses dazu kommen:

Cabin Spacey – ein Start-up aus Berlin, dass Wohnflächen auf ungenutzen Dächern erschliessen will

Cafè Grundeinkommen – ein Hub für das Basic Income Berlin anhand einer eigenen Währung innerhalb eines eigenen Warenkreislaufs

ConstructLab – eine kollaborierende Arbeitsumgebung von Designern und Handwerkern

Frauraum – ein partizipativ gestalteter Begegnungs- und Schutzraum nur für Frauen

House of Tiny Systems – das Projekt mit einer autarken und nachhaltigen Grauwasseraufbereitungsanlagensystem

Refunc Tiny Stories – Funktionen, Wahrnehmungen, Bedeutungen von Komponenten, Material und Ressourcen

RESPACE ein Start-up, das kleine multifunktionale und mobile Räume konzipiert und baut – mit Schwerpunkt mobiler innerstädtischer Siedlungen für Geflüchtete und Studenten.

Das sind Zukunftspioniere-Projekte und wir bleiben dran und werden die Entwicklung verfolgen. Vor allem interessiert uns die Frage, wie die Projekte untereinander kollaborieren werden.

 

Immer mehr, immer schneller… Wachsende Unsicherheit im Beruf, im Finanziellen, in Beziehungen, in Organisationen – als würde der Boden unter den Füßen anfangen zu schwanken…

Undurchschaubare Informationsfluten, schwer verstehbarer „Fortschritt“ überall… Klimawandel, Wirtschaftsdramen, Gentechnik… Politische Entscheidungen, die nicht (mehr) meine sind – von Euro-Normen bis Trump… Atemlos, erschöpft, nervös?

Galgenhumor oder „Nach-mir-die-Sintflut“-Reflexe? Manchmal nur noch hilflos? Burnout Symptome – oder schon Angst, demnächst zum Amokläufer zu werden?

Es gibt so viele Gründe zu verzweifeln. Weil die Wellen immer wieder über Dir zusammenschlagen. Na gut, man kann noch mehr Anpassung und „Steh-auf-Männchen“-Fertigkeiten trainieren: Du zappelst und strampelst, um die Nase über Wasser zu behalten, um weiter zu funktionieren…

Wir haben einen anderen Weg der Entschleunigung. Hier geht`s zu unserem Resilienz-Ansatz.

Fragen im Meer von Flucht und Migration. Questions in the Ocean of Flight and Migration.

Wer sind wir? Wer sind die Anderen? Wie kommen wir in Kontakt?

Im Namen der Welle heißt das internationale Projekt der Künstlerin Marguerite Apostolidis. Als Zukunftspioniere sind wir gerne Kooperationspartner. Denn hier geht es um Zukünfte in ganz existentieller, schicksalhafter Form. Hunderte – zum Teil sehr junge Menschen – stehen vor uns mit ihren Fragen, mit vielen Fragen in vielen Sprachen. Deutsch ist die neue Fremdsprache, die nun die Sprache der neuen Heimat ist. Heimat ist eigentlich nicht das richtige Wort – Deutschland ist erstmal eine Zuflucht. Für mache aber bereits ein Sehnsuchtsort mit vielen großen oder eher bescheidenen Phantasien und Wünschen. Vieles muß in Strukturen gebracht, geheilt oder zumindestens getröstet werden. Jeder Versuch ist es wert – und oft gelingt es ja auch. Wenigsten für eine Weile, für ein wenig Halt und Orientierung, ein Hoffnungsschimmer auf ein neues Leben in Frieden.

Am kommenden Samstag, 11.02.17, gibt es im MIGRApolis Bonn dazu eine Performance. Ihr seid herzlich willkommen.

Bist du den Weg schon gegangen? Oder hast du ihn noch vor dir?

Im ersten Fall antwortest du. Im zweiten Fall fragst du.

Die ZukunftsPioniere sind Teil eines Kunst-Werks, in dem geflüchtete Menschen – vor allem aus Syrien, Afghanistan – und Hiesige üben, sich auf einander zu und gemeinsam in dieser Gesellschaft zu bewegen: Im Namen der Wellen stellt „Fragen im Meer von Flucht und Migration“.

Und weil wir alle den Weg in eine gemeinsame Zukunft noch vor uns haben, wollten wir mehr Fragen stellen, mehr über Fragen rausfinden: Wozu fragen wir überhaupt? Wonach? Und wie am besten? Mit welcher Art Fragen kommen wir leicht in Kontakt, wie halten wir ein Gespräch am Laufen? Warum funktionieren manche Fragen gut, wenn andere Leute ärgerlich machen oder verunsichern? Und warum reagieren verschiedene Menschen unterschiedlich auf dieselbe Frage?

Foto: Amr Keshk

Dazu gab Kathleen am 21.1. einen FragenScout-Workshop in einer Siegburger Notunterkunft, zu dem 12-19 BewohnerInnen kamen (die Beteiligung wechselte – drei Stunden Workshop inklusive Sofort-Test mit realen Gästen war eine ziemliche Anforderung an die Konzentration). Sprachbarrieren und Umfeld-Gewusel ließen uns erst einmal dabei verweilen, die Unterschiede zwischen öffnenden und schließenden Fragen zu erkunden.

Das Ganze läuft aber darauf hinaus, FragenScouts zu gewinnen, die mit uns gemeinsam das gesellschaftliche Grundrecht des ??? aktiv und kreativ ausüben.

Neben bereits ordentlich gelernten Kontakt-Fragen wie „Sind Sie verheiratet?“ oder „Welchen Beruf haben Sie“ gefiel den Teilnehmenden übrigens aus einer von mir mitgebrachten Liste öffnender Fragen an Menschen, für die man sich wirklich interessiert, diese hier: WER BIST DU?

Foto: KB

Als Krönung des Workshops kam es zu einer Begegnung mit Gästen, mit denen die künftigen Fragen-Scouts ihre vorher gewählten und formulierten Fragen ausprobierten – in der mobilen AnkunftsKüche unserer Freunde von CommunityArtWorks, die in der Weitläufigkeit des notunterkünftigen Tiefgeschosses für ein paar Stunden ein Zuhause baute.

In der von Michel A. gestalteten „syrischen Ecke“ (Wandgemälde, selbstgebaute Hocker, ein Tablett mit Ess-Schalen…) entfaltete Thomas seine Anziehungskraft, ließ sich befragen und fragte zurück…

Die Questiologie ermutigt – genauso wie Im Namen der Wellen, die Mäeutik des Sokrates und wir ZukunftsPioniere – dazu, Fragen wichtiger zu nehmen als (schnelle, kurze, schließende) Antworten. Sie versteht sich als kontextsensitive Methode, die richtige Frage im richtigen Moment zu formulieren. Um ein Beispiel für eine gute Frage gebeten, schlägt Questiologe (und der Erfinder dieser noch im Entstehen begriffenen Wissenschaft vom Fragen) Frédéric Falisse vor:

Wie kann man die globale Finanzwirtschaft in den Service einer humanitären Entwicklung stellen?, oder auch: Wie kann man die humanitäre Inno­vation finanzieren?

Finden wir auch gut, diese Frage.

AusZeit. Zeit mit sich selbst: Herzöffner und Hirnklärer.

Unser (Arbeits-)Alltag ist anstrengend. Schnell, oft genug atemlos, komplex; voller Verantwortung, Entscheidungsdruck und sozialer Spannungen.

Ascheperlen Buchcover Wie kann es uns gelingen, mitten darin verbindlich und klar zu bleiben, einander aufmerksam zu begegnen, unser Herz und unseren Geist offen zu halten, frei von Urteilen?

Hier gehts lang.

Oder hier…

Für Ihre Klausurtagungen Anfang des Jahres. Mitte des Jahres. Ende des Jahres. Wann Sie wollen. Und wir können!

!Oder zwischen den Jahren für Menschen, die schon lange nicht mehr irgendwo hinfahren müssen…

Was und wo auch immer mit wem dazu stattfindet – wir widmen es allen Menschen in Aleppo. Möge der Krieg, diese „Kernschmelze der Menschlichkeit“ (Zitat UNO), bald schweigen. Ob es in Aleppo noch jemanden gibt, der am 24. Dezember eine Kerze anzündet?

Ganz frisch vor JahresEnde ist es fertig geworden: unser brandneues BasisTraining RESILIENZ.

Mindsight steht für innere Sicht auf die Funktionsweise der Hirnpotentiale, d.h. auf die Aspekte unseres Lebens, die aus der Interaktion und Integrationsleistungen von Hirn, Geist und Beziehungen resultieren.

Drei Einsichten, die es erfordern, über Resilienz nachzudenken:

  1. Zukunft ist nicht (mehr) prognostizierbar.
  2. Die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung sind heute wesentlich komplexer und indirekter als noch vor zwanzig Jahren.
  3. Gegenwärtiger Erfolg ist kein Garant (mehr) für zukünftigen Erfolg.

Wir kombinieren Achtsamkeitspraxis aus jahrzehntelanger Erfahrung mit aktuellen Resilienz-Notwendigkeiten.

Die Forschungen von Daniel S. Siegel: Das achtsame Gehirn + Mindsight sind u.a. wissenschaftliche Grundlagen unseres Hirngerechten Ansatzes. Besonders wirkungsvoll in der Coaching-Präsenz.

Hier geht es zu unserem Angebot.

img_0812Früher gab es noch ein Studium Generale. Gibt`s das heute noch?…Aber JA!

Welterschließungswerkzeug? Tolles Wort. – Gemeint ist damit, Wege aus der <selbstverschuldeten< Unmündigkeit aufzeigen zu können – bildet Charakter, Haltung: Wissen, wie man sich ein eigenes Urteil bildet, das den Namen verdient; achtsame Unterscheidungskraft trainieren; ethisch argumentieren können; Meditation lernen z.B. mit you tube Videos; einen Gedanken zu Ende denken können; ein Curriculum für Resilienz-Training entwickeln; Konfliktklärungstools anwenden können; Mindsight: den eigenen Geist verstehen ( Huh…schwierig!) aber jahrtausendealte Tradition – heute durch Neurowissenschaften fundiert; Affekte durch Selbstregulation beherrschen können; emotionale Viren( zbVorurteile etc.) in Teams und Organisationen aufspüren und neutralisieren; Komplexität scannen und entsprechend eigener Prinzipien ordnen; von Herzen sprechen und zuhören können; Beziehungsfähig sein; bewussten Verzicht als Bereicherung erleben; Nächstenliebe, Shamatha, Vipassana – liebende Güte im Alltag praktizieren; Entrepreneurship als Kunst verstehen; Blue Economy Thinking praktizieren, Action Learning – Lebenslanges Lernen anstreben; Menschlichkeit durch Design Thinking entdecken und fördern; ein Mensch – ein Liebender sein wollen; Geopolitik: jenseits von Richtig und Falsch gibt es einen Ort…dahin gehen und mit sich selbst befreundet sein. Ein guter Anfang. Dafür setzen wir unsere Lebenszeit doch gerne ein.

Ist dieser Könner ein Spezialist? Ein Weltbürger? Ein Autodidakt? Hypersensibel…sehr wahrscheinlich. Daher gefährdet. Und daher sollten wir auf solche besonderen Menschen aufpassen – damit das, was Sie auf dem Bild sehen, nie wieder geschieht. – Das sind die Gruppentoiletten in Auschwitz.

F70_BreuerFrot_2A_4102-2_21HC.inddBuchbesprechung

Das emotionale Unternehmen

Untertitel: Mental starke Organisationen entwickeln / Emotionale Viren aufspüren und behandeln

(Anm.: Organisationales Immunsystem stärken für hitzigere und frostigere Zeiten – so hätte der Untertitel auch heißen können. )

Erschienen im Springer Gabler Verlag, 2010, 2te Aufl. 2012 / von Jochen Peter Breuer und Pierre Frot

Konflikte als emotionale Viren zu betrachten fängt meine Aufmerksamkeit ein, obwohl das Cover nicht unbedingt auf den spannenden Inhalt verweist. Beim ersten Durchblättern stieß ich auf die Formulierung: Die Berater agieren wie Mediatoren…(S.187f.) Da beschloss mein Mediator-Ich, das Buch zu lesen und zu besprechen. Weiterlesen »

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